Sieg im Eurocup: Alba improvisiert gegen Partizan Belgrad gekonnt

Auch wenn er körperlich nicht anwesend gewesen ist, so war Stefan Peno am Dienstagabend doch allgegenwärtig. Die Fans hatten seine Trikotnummer und ein selbstgezeichnetes Bild des verletzten Alba Point Guards vor dem Fanblock postiert. Seine Teamkollegen setzten am Mittag eine Videobotschaft ab und Peno bedankte sich bei Instagram. „Diese Jungs“, schrieb er und setzte ein gelbes und blaues Herz hinter ein weinendes ...

BLZ
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Auch wenn er körperlich nicht anwesend gewesen ist, so war Stefan Peno am Dienstagabend doch allgegenwärtig. Die Fans hatten seine Trikotnummer und ein selbstgezeichnetes Bild des verletzten Alba Point Guards vor dem Fanblock postiert. Seine Teamkollegen setzten am Mittag eine Videobotschaft ab und Peno bedankte sich bei Instagram. „Diese Jungs“, schrieb er und setzte ein gelbes und blaues Herz hinter ein weinendes Smiley.

Auch im Krankenbett des Berliner Unfallkrankenhauses dürfte er mit einem lachenden und weinenden Auge gelegen haben, als seine Mitspieler bei der Erwärmung ein T-Shirt mit seinem gezeichneten Kopf, seiner Trikotnummer und Genesungswünschen auf dem Rücken trugen. Als wäre das alles nicht genug, schenkte ihm das Team im Eurocup einen Sieg. Gegen Partizan Belgrad gewann Alba Berlin mit 97:74.

Berlin kann probieren

Da neben Peno auch erneut Peyton Siva sowie Joshiko Saibou verletzt fehlten, mussten die Albatrosse wie schon so oft in dieser Saison improvisieren. Von Vorteil diesmal: die sportliche Ausgangssituation vor der Partie. Alba Berlin war nicht vom ersten Platz der eigenen Zwischenrunden-Gruppe zu verdrängen, Belgrad konnte sich nicht mehr für das Viertelfinale qualifizieren. Eine gute Gelegenheit also, um ein paar Dinge zu probieren.

Trainer Aito Garcia Reneses setzte zunächst auf das Aufbau-Duo der vergangenen Wochen. Franz Wagner und Martin Hermannsson lenkten die Alba-Offensive und machten das fast schon gewohnt sicher. Wohl dem, der zusätzlich einen Flügelspieler wie Luke Sikma hat. Vor 8 943 Zuschauern verteilte der US-Amerikaner allein in der ersten Halbzeit sechs Assists, zwei mehr als alle nominellen Alba-Spieler zusammen. Die überzeugten viel mehr durch ihre Wurfqualitäten. Martin Hermannsson brachte es auf 12 Zähler.

Alba findet den Takt

Auch Jonas Mattisseck agierte unaufgeregt. Wieder einmal zeigte sich der 18-Jährige treffsicher, erzielte am Ende 10 Punkte. Und auch Kenneth Ogbe, der rund um den Jahreswechsel schon mal die eine oder andere Spielpause vom Trainer erhielt, fügte sich nach seiner Einwechslung mit einem erfolgreichen Dreier perfekt ein. Ohne die Dirigenten Siva und Peno hatte Alba Berlin den richtigen Takt gefunden, führte zur Pause mit 47:34 und setzten sich nach dem Seitenwechsel immer weiter ab.

Kleine Schönheitsfehler, wie etwa ein Missverständnis von Martin Hermannsson und Jonas Mattisseck blieben die Ausnahme. Ballverluste im Allgemeinen leisteten sich die Alba-Aufbauspieler nur wenige. Immer wieder suchten die Alba-Spieler den Kontakt untereinander, tauschten sich aus. Wieder einmal müssen sich die Berliner neu finden. Am Dienstagabend ist ihnen das sehr gut gelungen. Da Peyton Siva und Joshiko Saibou zeitnah zurückkehren, wird Alba Berlin konkurrenzfähig bleiben. Auch das wird Stefan Peno freuen.
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