Der Senat hat dem Bebauungsplan für eine Teilfläche des geplanten Industrie- und Wohnungsbauprojekts „Siemensstadt Square“ zugestimmt. Wie Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) am Dienstag mitteilte, muss das Abgeordnetenhaus den Plan noch beschließen. Mit Vorliegen des Bebauungsplans für den Bereich mit dem östlichen Eingang soll der erste Abschnitt des neuen Stadtquartiers angegangen werden. Baubeginn dort soll im Mai sein.
Auf dem angestammten Industriestandort der Siemens AG im Berliner Westen soll bis 2035 das rund 76 Hektar große Quartier „Siemensstadt Square“ entstehen. Produktionsstätten sollen auf dem Gelände im Spandauer Stadtteil Siemensstadt in zwei sogenannten Industriehubs konzentriert werden. Außerdem sollen bis 2035 rund 2700 Wohnungen entstehen, davon mindestens 30 Prozent mietpreisgebunden. Hinzu kommen Flächen für soziale Infrastruktur, Einzelhandelsflächen sowie Büroarbeitsflächen.
Siemensstadt soll durch neue S-Bahn-Strecke erreichbar sein
Mit dem Bebauungsplan würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Siemens AG als Bauherrin ein offenes Stadtquartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben errichten könne, sagte Gaebler. Das seien gute Perspektiven für den über 100 Jahre lang industriell geprägten Produktionsstandort.
Zukünftig soll die Siemensstadt auch besser erreichbar sein. Die seit mehr als vier Jahrzehnten brachliegende S-Bahn-Strecke soll wiederbelebt werden. S-Bahnen sollen dann im Zehn-Minuten-Takt zum „Smart Campus“ verkehren. Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof dauert nur eine Viertelstunde.
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