Silvester in Berlin: Nach der Party ist vor der Party

In einigen Clubs und Bars war die Silvesterfete am Neujahrsmorgen noch nicht vorbei. So drang aus der Tanzwirtschaft Burger an der Torstraße in Mitte am Vormittag noch Musik. Im Club Kater Holzig an der Michaelkirchstraße soll die Neujahrssause sogar bis zum 6. Januar ...

BLZ
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In einigen Clubs und Bars war die Silvesterfete am Neujahrsmorgen noch nicht vorbei. So drang aus der Tanzwirtschaft Burger an der Torstraße in Mitte am Vormittag noch Musik. Im Club Kater Holzig an der Michaelkirchstraße soll die Neujahrssause sogar bis zum 6. Januar dauern.

In Mitte wurde aber schon mal saubergemacht. Die Putztruppen der Berliner Stadtreinigung waren seit dem frühen Mittwochmorgen im Einsatz. Mit Fahrzeugen, an deren Front Schneeschieber montiert waren, schoben sie vor allem in den Straßen rings ums Brandenburger Tor tonnenweise Böllerreste, leere Flaschen und Müll zusammen. Für die Feinarbeit waren BSR-Mitarbeiter mit Besen und Laubbläsern ausgestattet. Binnen zehn Minuten hatten sie so die Kreuzung Ebertstraße/ Lennéstraße nahe dem Potsdamer Platz gesäubert. Laut BSR-Sprecher Sebastian Harnisch waren insgesamt 600 Mitarbeiter und 150 Fahrzeuge in der Stadt unterwegs.

Auf der zwei Kilometer langen Straße des 17. Juni hatten in der Silvesternacht nach Veranstalterangaben rund 750 000 Menschen ins Jahr 2014 hinein gefeiert. Berliner, vor allem aber Touristen waren gekommen – überall war Englisch, Spanisch, Portugiesisch oder Dänisch zu hören. Um Mitternacht wurden dann 6 000 Raketen in den Himmel abgeschossen.

Wenige Stunden später wurde die große Bühne am Brandenburger Tor abgebaut, ebenso die Videoleinwände, die 150 Buden. Bierwagen wurden abgefahren, Essensreste entsorgt. Einen nicht gerade angenehmen Job erledigte Rolf Redemund mit seiner Firma Rohr-O-Matic: Er saugte mit Schläuchen Fäkalien aus 326 Dixi-Klos, die entlang der zwei Kilometer langen Partystrecke standen, in einen großen Tank. Drei Lkw-Ladungen mit je 10 000 Litern fuhr er ins Klärwerk.

Alle Bauten der Silvesterparty müssen bis Donnerstag verschwunden sein, denn schon steht am großen Stern das nächste Großereignis an: Ab kommendem Freitag beginnt der Aufbau des riesigen Modezeltes für die Fashion Week, die vom 14. bis 19. Januar stattfindet. Die Straße des 17. Juni bleibt daher zwischen dem Brandenburger Tor und der Yitzhak-Rabin-Straße erst einmal weiter gesperrt – bis zum 23. Januar.

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