Silvester in Frankreich

Sieben Tote und 1000 brennende Autos

Frankreichs Innenminister Manuel Valls nennt es eine üble Tradition: Neben den sieben Silvester-Toten brannten zu diesem Jahreswechsel wieder über 1000 Fahrzeuge in Frankreich, vor allem in sozialen Problemregionen. Die Todesopfer schockieren das Land.

BLZ
2 Min
Insgesamt brannten 1067 Autos zur Silvesternacht in ganz Frankreich. Immerhin 10,6 Prozent weniger als im letzten Jahr (Bild: Archiv 2007).

Insgesamt brannten 1067 Autos zur Silvesternacht in ganz Frankreich. Immerhin 10,6 Prozent weniger als im letzten Jahr (Bild: Archiv 2007).

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Zwei 25-Jährige und eine 18-Jährige starben in Rians (Südfrankreich) in der Silvesternacht vermutlich an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung, die durch ein defektes Heizgerät verursacht wurde. Der Besitzer fand die jungen Leute am Morgen tot in einem Anbau seines Hauses.

1067 Autos brannten im Land

Zwei weitere Männer im Alter von 31 und 45 Jahren wurden in Grenoble und im Elsass bei Streitigkeiten getötet. Ein Angreifer wurde festgenommen, bestätigte Valls. In der Silvesternacht seien in sozialen Problemvierteln und Vorstädten des Landes 1067 Autos in Flammen aufgegangen, 10,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Die meisten Zündeleien ereigneten sich nach seinen Angaben im Großraum Paris und im Elsass. Insgesamt sei die Lage jedoch ruhig geblieben, „ohne große Gewaltausbrüche“ in sozialen Problemvierteln.

Großes Feuerwerk blieb aus

Unterdessen begrüßten Hunderttausende auf den Champs-Élysées und am Eiffelturm das neue Jahr mit Champagner. Auf ein großes Feuerwerk am Himmel mussten die Pariser allerdings verzichten. Feuerwerkskörper waren in der Silvesternacht weitgehend verboten - Grund für die Verbote in Frankreich ist, dass es viele schwere Verletzungen damit gegeben hatte.

Knapp 9000 Polizisten, Feuerwehrleute und Militärs sorgten in Paris für Ordnung. Im ganzen Land waren in der Neujahrsnacht knapp 53 000 Sicherheitskräfte im Einsatz. (dpa)

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