Das Berliner Plattenlabel PAN will am 27. Oktober im Berghain mit einem neunstündigen Event sein 15-Jähriges feiern, und hat dafür den Superstar Skrillex engagiert. Zum Line-up gehören Tzusing, Crystallmess und Amnesia Scanner, und in der Panorama-Bar werden unter anderem PAN-Gründer Bill Kouligas, Dj Babatr, Yves Tumor, Doss und Objekt spielen. Auf das Berghain-Debüt von Skrillex reagiert die Szene in den sozialen Medien überrascht bis giftig, was wiederum unterstützende Stimmen provoziert.
„Berghain is so finished!“, so der Facebook-Kommentar eines Musikers und Noise-Künstlers. Ein Studio-Manager schreibt: „Das ist ein Fehler, ein riesiger Fehler!“ Er habe nichts gegen Skrillex, aber es gebe tonnenweise Künstler, die mindestens so gut seien und nie im Berghain gespielt haben. „Und bei allem, was Skrillex repräsentiert ... Warum sollte man dem die Tür öffnen?“ Man müsse unbedingt Sven Marquardt informieren, witzelt ein Kommentator, auf den berühmten Berghain-Türsteher anspielend, weil dieser den Künstler sonst vermutlich nicht reinlassen würde. Ein anderer schlägt als Alternative oder Ergänzung den massenkompatiblen Party-DJ Scooter vor.
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Was ist das Problem? Mainstreamallergie? Neid? Der 1988 mit dem bürgerlichen Namen Sonny Moore in Los Angeles geborene Sänger und Produzent ist bei Forbes gelistet, verfügt laut dem Promi-Portal Celebrity Net Worth über ein Vermögen von 70 Millionen Dollar und kann im Jahr an die 20 Millionen Dollar vor Steuern einnehmen, allerdings gehe es da nicht nur um Musik, sondern auch um Gewinne aus Immobiliengeschäften.
Aber vor allem macht er natürlich Musik, und zwar in Riesenhallen und Stadien auf der ganzen Welt und auch für Justin Bieber oder Lady Gaga. Er debütierte 2004 mit der Band From First to Last, die er nach einem zweiten Album („Heroine“) wegen Stimmproblemen verließ, um sich nach einer OP einer Solokarriere zu widmen. 2008 begann Sonny unter dem Pseudonym Skrillex Musik zu produzieren und in Clubs aufzulegen und den Grundstein für eine atemberaubende Karriere zu legen, die ihn nun nach Berlin führt. Wenn man ihn reinlässt.
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