Russland

Slowakischer Premier Fico nimmt Einladung nach Moskau an

„Mit Freude“ wird der slowakische Ministerpräsident Robert Fico nach eigenen Angaben im kommenden Jahr nach Russland reisen, um den 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland zu feiern.

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Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico trifft zum V4-Treffen ein. Fico wünscht sich ein baldiges Ende des Krieges im Nachbarland Ukraine.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico trifft zum V4-Treffen ein. Fico wünscht sich ein baldiges Ende des Krieges im Nachbarland Ukraine.

© : Petr David Josek/AP

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico will im Mai kommenden Jahres zum Weltkriegsgedenken nach Moskau reisen. Er habe „mit Freude“ die „offizielle Einladung des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, angenommen, an diesen wichtigen Feierlichkeiten teilzunehmen“, erklärte Fico am Mittwoch im Onlinedienst Facebook.

Seine Regierung sei „dem Erbe des Kampfes gegen den Faschismus, der historischen Wahrheit des Zweiten Weltkriegs und der Rolle der Roten Armee in diesem Krieg verpflichtet“, fügte er hinzu. Zuvor hatte bereits der serbische Präsident Aleksandar Vucic seine Teilnahme an der Veranstaltung in Moskau zugesagt.

Die russische Regierung hat für den 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai die „größte Feier der Geschichte“ angekündigt. Während die westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs – die USA, Großbritannien und Frankreich – die Kapitulation Deutschlands am 8. Mai begehen, wird das Jubiläum in Russland einen Tag später gefeiert.

Ukrainekrieg: Fico setzt sich für Friedensgespräche mit Moskau ein

Fico ist einer der wenigen europäischen Regierungschefs, der nach der russischen Invasion der Ukraine noch enge Verbindungen zu Moskau pflegt. Als er 2022 das Amt des Ministerpräsidenten übernahm, lehnte er weitere Militärhilfe für Kiew ab. Fico setzt sich zudem ebenso wie sein ungarischer Kollege Viktor Orbán für Friedensgespräche mit Russland ein.

Fico beendete nach seiner Rückkehr an die Regierung im Oktober 2023 direkte Waffenlieferungen aus Armeebeständen. Die slowakische Rüstungsindustrie produziert aber auf kommerzieller Basis weiterhin Militärgüter für die Ukraine. (mit dpa)

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