Neu im Kino

Ein Weihnachtsfilm aus der Wirklichkeit: „So This Is Christmas“

Der Regisseur Ken Wardrop kommt Menschen aus fünf Haushalten sehr nahe. Wir Zuschauer lernen so das Gewicht von Einsamkeit und Armut kennen. Die Filmkritik.

6 Min
„Ganz schön viel Tamtam um 24 Stunden“, nennt einer der Gesprächspartner im Film die Vorweihnachtszeit. „So This Is Christmas“ ist ein berührend ehrlicher Film.

„Ganz schön viel Tamtam um 24 Stunden“, nennt einer der Gesprächspartner im Film die Vorweihnachtszeit. „So This Is Christmas“ ist ein berührend ehrlicher Film.

© mindjazz pictures

Raureif, ein bisschen Schnee sogar liegt auf dem Feld, hüllt die Bäume ein. In der Ferne sieht man Häuser. „Irgendwo in Irland“, kündigt eine Textzeile an. Zwei Pferde trappeln durch die Landschaft, es erscheint die Formulierung: „zur zauberhaftesten Zeit des Jahres“. Damit beginnt der Film „So This Is Christmas“, was man am treffendsten mit „Das also ist Weihnachten“ übersetzen kann. Die Eingangsmusik erinnert an eine Schlittenfahrt mit Glöckchen. Bald werden Tannenbäume aufgestellt, Lebensmittel gekauft, Geschenke eingewickelt.

Weihnachtsfilme gehören zur (Vor-)Weihnachtszeit wie Zimt und Kerzen. Der Regisseur Ken Wardrop verlässt allerdings die romantischen Wege und führt zu Menschen, denen die Feiertage noch mehr Sorgen als sonst bringen. Und doch ist diese sorgfältig recherchierte und montierte Dokumentation nicht dazu gedacht, einem das Fest zu vermiesen. Wardrop ist kein Weihnachtsverächter.

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