Energiewende

Solarindustrie: Sachsen fordert Hilfe aus Berlin

Die deutsche Solarindustrie steht unter Druck, manche Werke denken über Schließung nach - auch in Sachsen. Umweltminister Günther fordert rasches Handeln.

dpa
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ARCHIV - Der sächsische Umweltminister Wolfram Günther bittet die Bundesregierung um Unterstützung zur Förderung der Solarproduktion.  d/dpa

ARCHIV - Der sächsische Umweltminister Wolfram Günther bittet die Bundesregierung um Unterstützung zur Förderung der Solarproduktion. d/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil

Entsprechend der Beschlüsse des Bundesrates sollten sogenannte Resilienz-Ausschreibungen und -Boni möglichst schnell im Bundestag beschlossen und im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankert werden. Dann würde etwa für Solaranlagen, die vorrangig aus europäischer Produktion stammen, eine höhere Einspeisevergütung gezahlt.

Wird die Produktion ins Ausland verlagert?

Diese Instrumente verschafften den europäischen Photovoltaikunternehmen unter den aktuellen Bedingungen auf dem Weltmarkt eine Chance zur dauerhaften Fortführung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten, so Günther in dem Schreiben. Die Solarbranche sei für die wirtschaftliche Stärke Ostdeutschlands wichtig, betonte der Minister. Die meisten der in Deutschland produzierten Module kämen aus Sachsen, sechs Unternehmen produzieren den Angaben zufolge im Freistaat. Sie seien ein wichtiger Baustein für die deutsche und europäische Solarindustrie.

Einige Solarunternehmen erwägen angesichts der aktuellen Misere, ihre Produktion in Deutschland einzustellen. Jüngst etwa hatte Meyer Burger angekündigt, die Schließung des Werkes in Freiberg vorzubereiten. Als Grund wird genannt, dass chinesische Hersteller den Markt mit Modulen zu Dumpingpreisen fluteten.

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