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Spandau: Wildschwein-Rotte gesichtet – deswegen fühlen sich die Tiere in Berlin wohl

Auf Instagram kursiert ein Video von einer Wildschwein-Rotte, die durch Spandau läuft. Laut Förstern keine Seltenheit. Sind die Tiere gefährlich für Menschen?

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
Nicht das erste Mal werden Wildschweine in Berlin gesichtet. Diese Aufnahme ist schon etwas älter.

Nicht das erste Mal werden Wildschweine in Berlin gesichtet. Diese Aufnahme ist schon etwas älter.

© Petra Schneider/imago

Eine Rotte Wildschweine ist in einem Wohngebiet in Berlin-Spandau gesichtet worden. In einem Video, das derzeit auf Instagram kursiert, laufen mehr als ein Dutzend Schweine seelenruhig über die Straße – vorbei an einem Supermarkt.

Wildschweine werden in letzter Zeit in der Hauptstadt häufiger gesichtet, bestätigt die Senatsumweltverwaltung auf Anfrage der Berliner Zeitung. Besonders der Stadtrand mit seinen vielen Bäumen sei für sie ein beliebter Lebensraum. Vor dem kommenden Winter sind sie auf Nahrungssuche, berichten die Förster. Müll, der in immer größeren Mengen im Freien entsorgt werde, locke die Wildschweine an. So besuchen die Tiere auch mal die Wohngebiete in Berlin und lassen sich wie im jüngsten Fall filmen.

Wann können Wildschweine in Berlin gefährlich werden?

Eine unmittelbare Gefahr gehe von ihnen nicht aus, beruhigt die Umweltverwaltung. Da die Wildschweine derzeit keine Jungetiere haben, seien sie ohnehin entspannt. Wildschweine seien in erster Linie Fluchttiere und würden Menschen ausweichen, sobald sie sie hören. Nur wenn die Tiere sich angegriffen fühlten, könnten sie von sich aus Menschen angreifen.    

Trotzdem raten die Experten davon ab, die Tiere zu füttern oder sie zu streicheln. Wer Wildschweine in Berlin entdeckt, sollte ihnen am besten aus dem Weg gehen. So bleibt es bei einer friedlichen Koexistenz. 

Korrektur: In einer früheren Version des Textes war zu lesen, dass Wildschweine im Rudel leben. Richtig ist aber der Jagdbegriff Rotte. Wir haben das im Text korrigiert.

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