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Spanien sperrt offenbar Luftraum für alle Militärflüge im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg

Spanien lehnte bereits die Nutzung von Militärbasen in dem Land für Angriffe auf den Iran ab. Nun geht die Regierung offenbar einen Schritt weiter.

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Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez

© Pierre-Philippe Marcou/AFP

Spanien hat seinen Luftraum für alle Militärflugzeuge gesperrt, die an Einsätzen gegen den Iran beteiligt sind, berichtete die spanische Zeitung El País am Montag unter Berufung auf Militärquellen. Die Sperrung gilt demnach auch für US-Maschinen, die von anderen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich aus operieren. Nur in Notfällen seien Ausnahmen vorgesehen.

Damit geht die spanische Regierung einem Reuters-Bericht zufolge einen Schritt weiter als mit der bereits Anfang März verfügten Nutzungssperre der gemeinsam betriebenen Militärbasen in Rota (Cádiz) und Morón de la Frontera (Sevilla). US-Präsident Donald Trump hat Spanien in diesem Zusammenhang bereits mit einem vollständigen Handelsabbruch gedroht.

Sánchez: Auch Tankflüge betroffen

„Wir haben den Vereinigten Staaten die Nutzung der Basen in Rota und Morón für diesen illegalen Krieg verweigert. Alle Flugpläne im Zusammenhang mit Operationen im Iran wurden abgelehnt – alle, einschließlich der Tankflugzeuge“, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez laut El País vergangenen Mittwoch vor dem spanischen Parlament. Das spanische Verteidigungsministerium reagierte Reuters zufolge nicht unmittelbar auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo sagte Reuters zufolge in einem Interview mit dem Radiosender Cadena Ser, die Maßnahme sei „Teil der bereits getroffenen Entscheidung der spanischen Regierung, sich nicht an einem Krieg zu beteiligen, der einseitig und gegen das Völkerrecht begonnen wurde“. Damit antwortete er auf eine Frage, ob die Schließung des Luftraums sich negativ auf die Beziehungen zu den USA auswirken könne.

US-Flugzeuge zu Umwegen gezwungen

Die Entscheidungen Spaniens haben die militärische Operationsplanung der USA laut El País erschwert. So habe das Land etwa die Stationierung von US-B-52- und B-1-Bombern auf den Basen Morón und Rota abgelehnt, die daraufhin nach Großbritannien verlegt wurden. Premierminister Keir Starmer erlaubte demnach die Nutzung von Militärbasen in Großbritannien für „defensive“ Angriffe auf iranische Raketenstellungen.

In einigen Fällen habe sich die Flugroute der Bomber dadurch verlängert, wie El País berichtete. Zudem wurden mehrere Tankflugzeuge unter anderem nach Frankreich oder Deutschland verlegt.

Auf See setzt Spanien die Zusammenarbeit mit den USA jedoch für defensive Einsätze fort. Es befinden sich laut El País fünf Arleigh-Burke-Zerstörer der USA am Stützpunkt Rota, die defensiv Israel verteidigen und sich an Abfangaktionen von drei ballistischen Raketen beteiligten, die in den vergangenen Wochen den Luftraum der Türkei verletzten.

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