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Sperrung der A100: Verkehrssenatorin verteidigt sich – „Ich habe aus dem Urlaub heraus gearbeitet“

Seit Jahren ist bekannt, dass die Ringbahnbrücke marode ist und Risse hat. Die Sperrung war für die Senatorin trotzdem eine Überraschung. Im Gespräch mit Radioeins erklärt sie, warum.

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Ute Bonde (CDU), Verkehrssenatorin, äußerte sich zu dem Verkehrschaos.

Ute Bonde (CDU), Verkehrssenatorin, äußerte sich zu dem Verkehrschaos.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Die gesperrte Ringbahnbrücke der A100 sorgt auch am Montagmorgen für Verkehrschaos. Derweil wird Kritik besonders an Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) laut, besonders, da kein Umfahrungskonzept erstellt wurde, obwohl die Ausweitung des Risses bereits seit Wochen bekannt ist. Dass an der Brücke ein Riss ist, bzw. die Brücke an sich marode ist, ist sogar seit acht Jahren bekannt. 

Die Verkehrssenatorin äußerte sich nun gegenüber dem Sender Radioeins (RBB). Bonde sagte gegenüber dem Sender, dass bei der Brücke zunächst ein Ersatzneubau geplant gewesen sei. Dabei sei allerdings mit einem späteren Zeitpunkt gerechnet werden.„ Es war jetzt in der Tat eine Überraschung, dass die Rissbildung sich so verhalten hat, wie sie sich jetzt verhalten hat“. Entsprechend habe ein Verkehrskonzept nicht früher erstellt werden können

Sperrung der A100: Ute Bonde war im Urlaub

Die Autobahn GmbH arbeite nun „mit Hochdruck“ daran. Am Mittwoch solle das Konzept vorgestellt werden, so Bonde. Die Spur auf der Gegenfahrbahn, die am Montagmorgen mit Verspätung zur Verfügung gestellt wurde, sei eine langfristige Lösung für Pkw für die „nächsten Monate“. Lkw über 3,5 Tonnen dürfen diese Spur allerdings nicht befahren. Ob langfristig eine andere Lösung als eine weiträumige Umfahrung geplant sei, verriet Bonde nicht.

Am Montagnachmittag führe sie zudem ein Gespräch mit den betroffenen Bezirken Charlottenburg, Spandau und Zehlendorf gemeinsam mit der Autobahn GmbH. Vor zwei Wochen habe sie mit dem Bezirksstadtrat von Charlottenburg gesprochen. Dieser äußerte sich am vergangenen Freitag jedoch kritisch gegenüber Bonde: „Die heutige Behauptung der Autobahngesellschaft, der Bezirk sei für die Umleitungsplanung in den Stadtstraßen zuständig, ist eine pure Arbeitsverweigerung. Wir fordern die Autobahngesellschaft auf, umgehend ein sinnvolles Gesamtkonzept zur Führung des Umleitungsverkehrs vorzulegen.“

Auf die Frage, ob Bonde ihren Urlaub vergangene Woche nicht hätte abbrechen müssen, sagte sie: „Ich habe aus dem Urlaub heraus gearbeitet“. Wie lange die Sanierung, bzw. der Neubau der Brücke dauern würde, sei noch unklar. Das Ziel sei, so schnell wie möglich Genehmigungen zu erteilen und ein Bonussystem zu entwickeln, falls die Brücke schneller gebaut werde als vorgegeben. Die Entscheidung dazu liege jedoch bei der Autobahn GmbH.

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