Hitze

Spree fällt auf Niedrigstand: Forscherin sieht Berlin bereits in „Stresssituation“

Kann Berlin Trinkwasser aus der Ostsee führen? Wasserexpertin Pascale Rouault erklärt, wie die Stadt zukünftig mit knapperen Reserven umgehen kann.

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Wasser fließt hinter der Staumauer aus der Talsperre Spremberg. Im Speicherbecken ist der Wasserstand deutlich zurückgegangen.

Wasser fließt hinter der Staumauer aus der Talsperre Spremberg. Im Speicherbecken ist der Wasserstand deutlich zurückgegangen.

© Frank Hammerschmidt/dpa

Der Wasserstand der Elbe fällt auf ein Rekordtief, auf dem Rhein müssen Frachter ihre Ladung reduzieren – und auch die Spree führt deutlich zu wenig Wasser. Die Trockenheit trifft inzwischen weite Teile Deutschlands. An der Spree ist die Lage so angespannt, dass Berlin, Brandenburg und Sachsen Ende Juli eigens eine gemeinsame Ad-hoc-Arbeitsgruppe eingesetzt haben.

Die Wasserforscherin Pascale Rouault warnt im Interview davor, sich auf die bislang verlässliche Versorgung zu verlassen. „Wir haben schon eine Stresssituation“, sagt die 56-jährige Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Wasser Berlin. Sie ärgert sich, dass das Thema Wasser noch nicht „zur Chefsache“ gemacht wurde. Berlin müsse sich künftig fragen, welche Unternehmen sich die Stadt noch leisten kann – und wie man Wasser „recyceln“ könnte.

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