Wildtiere

Sri Lanka: Plastikmüll wird zur tödlichen Gefahr für Elefanten

Die Tiere fressen Plastik von einer großen Müllkippe und sterben daran. Sri Lanka will nun einen Graben um die Deponie ziehen.

Team News dpa/kmi
2 Min
Wilde Elefanten suchen auf einer offenen Mülldeponie in Sri Lanka nach Nahrung. In den letzten acht Jahren sind etwa 20 Elefanten gestorben, nachdem sie auf der Deponie Plastikmüll gefressen hatten. 

Wilde Elefanten suchen auf einer offenen Mülldeponie in Sri Lanka nach Nahrung. In den letzten acht Jahren sind etwa 20 Elefanten gestorben, nachdem sie auf der Deponie Plastikmüll gefressen hatten. 

© AP/Achala Pussalla

Zuletzt hatte der Tod zweier Elefanten landesweit Schlagzeilen gemacht, nachdem sich Bilder der Tiere im Müll rasch verbreiteten. Auch ein Video machte die Runden, in dem Mitarbeiter der Wildtierbehörde Plastik aus dem Rektum des einen Tieres gezogen hatten. Zudem kommt Wildtierminister Wimalaweera Dissanayake aus dem betroffenen Distrikt Ampara im Osten des Landes. Eine Obduktion soll die Todesursache der beiden Elefanten noch bestätigen.

Wildtieraktivistinnen und -aktivisten wollen aber, dass mehr für die Elefanten getan wird. Auf dem ganzen Inselstaat südlich von Indien gibt es mehr als 50 Mülldeponien, von denen Wildtiere ebenfalls Plastik fressen. Rund fünf Elefanten sterben so pro Jahr.

Elefanten werden oft erschossen oder bekommen tödliche Stromschläge

Noch deutlich mehr Elefanten sterben auf Sri Lanka allerdings, weil sie sich an Sprengkörpern verletzen, sie Stromschläge von Elektrozäunen bekommen oder sie erschossen werden. Dahinter stecken meist Bauern. Denn weil Menschen zunehmend im Lebensraum der Elefanten siedeln, zerstören diese mehr und mehr Felder und Häuser. Einige werden auch von Wilderern getötet, die es auf ihre Stoßzähne abgesehen haben. Insgesamt starben im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 369 Elefanten an nicht natürlichen Ursachen. Nach der letzten Zählung von vor zehn Jahren gibt es rund 6000 Elefanten auf Sri Lanka.

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