Nach dem großer Publikumserfolg der Mitmachoper „Der Freischütz für Kinder“ wird die Produktion in der nächsten Saison wieder aufgenommen. Das teilt die Staatsoper unter den Linden mit. Die Mitmachoper „Der Freischütz für Kinder“ in der Inszenierung von Kai Anne Schuhmacher habe mit vier ausverkauften Aufführungen seit der Premiere am 14. Februar 2025 und insgesamt 3.400 jungen Zuschauern einen durchschlagenden Erfolg erzielt, so die Staatsoper. Rund 80 Schulen mit über 100 Klassen aus allen Berliner Bezirken sowie aus Brandenburg nahmen an den drei Schulvorstellungen teil, darunter auch zwei Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Den Abschluss bildete eine Familienvorstellung am vergangenen Sonntag, die ebenfalls bis auf den letzten Platz ausverkauft war.
„Die Resonanz ist überwältigend. Ich freue mich wirklich sehr, dass unser Anliegen, möglichst vielen Kindern eine erste Begegnung mit der Welt der Oper zu ermöglichen und ihre Begeisterung für diese faszinierende Kunstform zu wecken, so wunderbar gelungen ist. Für mich war es ein ganz besonderes Erlebnis, den großen Saal der Staatsoper voller Kinder zu erleben, die mitmachen und mitsingen und am Schluss voller Begeisterung jubeln“, so Elisabeth Sobotka, Intendantin der Staatsoper. Sobotka weiter: „Dieser große Erfolg bestätigt auch die höhere Zahl an Aufführungen von Der Freischütz für Kinder, die wir in der nächsten Spielzeit geplant haben, damit noch mehr Kinder und Familien die musikalische und szenische Magie der großen Bühne und die eindrucksvolle Atmosphäre unseres Zuschauersaals erleben können“.
Das junge Publikum war eingeladen, aus dem historischen Saal aktiv mitzuwirken und jede Aufführung zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen. Die Staatsoper hat den Schulen bereits im Vorfeld speziell gestaltetes Begleitmaterial zur Verfügung gestellt und Workshops für Lehrkräfte veranstaltet, damit die Kinder im Schulunterricht einzelne Musiknummern einstudieren und Requisiten basteln konnten. Auch zu den zahlreichen Workshops im Vorfeld der Familienvorstellung waren am vergangenen Wochenende rund 300 Personen gekommen, um sich auf die Aufführung am Sonntag vorzubereiten.
Regisseurin Kai Anne Schuhmacher und Elias Corrinth als Musikalischer Leiter hatten Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz kindgerecht adaptiert und auf einen Schulhof verlegt. In dieser vertrauten und dennoch wundersamen Welt begegnen sich Webers Figuren als junge Menschen, die ihre Streitigkeiten auf dem Fußballplatz austragen: „Max hat beim Fußball keine Chance gegen Kilian und wird aus seinem Team ausgeschlossen. Nun wird es schwer, Agathe zu sehen, in die er sich doch verliebt hat. Später lauert ihm Kaspar aus seiner Gruppe auf und verspricht ihm ein Zaubermittel, womit alles gelingen wird. Obwohl Agathe und ihre Freundin Max davon abraten, trifft er sich nachts mit Kaspar und lässt sich überreden, das Zaubermittel zu nehmen. Am nächsten Tag soll es ihm beim entscheidenden Spiel helfen.“ Das phantasiereiche Bühnenbild voller überraschender Details gestaltete Silke Bauer, die bunten Kostüme Valerie Hirschmann. Die Musik von Carl Maria von Webers berühmter Oper war in einer gut einstündigen Vorstellung mit zeitgemäßen Texten hautnah zu erleben.
Als Solisten waren Andrés Moreno García (Max), Sonja Herranen (Agathe), Serafina Starke (Ännchen), Matthias Hoffmann (Kaspar), Dionysios Avgerinos (Kilian), Andreas Petzoldt (Samiel) und Friedrich Hamel (Einsiedler) auf der Bühne zu hören.
Elias Corrinth stand am Pult der Staatskapelle Berlin in kleiner Besetzung, die im Orchestergraben auf Publikumsniveau auch aus dem Parkett sichtbar und teilweise szenisch auf der Bühne eingebunden war. Erstmals auf der großen Bühne zu erleben war darüber hinaus der Jugendchor der Staatsoper Unter den Linden, einstudiert von Konstanze Löwe.
Die Produktion Der Freischütz für Kinder entstand in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen und wird von der Hilti Foundation gefördert.
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