Staatsschutz ermittelt : Tschetschenische Islamisten bedrohen in Berlin Landsleute

Tschetschenische Islamisten bedrohen in Berlin offenbar Landsleute, die nicht ihren Moralvorstellungen entsprechen. Einige Opfer sollen bereits schwer verletzt worden sein. Der Staatsschutz ermittelt.

BLZ
2 Min

Berlin - Tschetschenische Islamisten bedrohen in Berlin offenbar Landsleute, die nicht ihren Moralvorstellungen entsprechen. Einige Opfer sollen bereits schwer verletzt worden sein. Der Staatsschutz ermittelt.

Islamistische Schläger schüchtern in Berlin lebende Landsleute ein – vor allem Frauen, die gegen die hinterwäldlerischen Moralvorstellungen der Täter verstoßen haben.

„Wir ermitteln gegen Unbekannt wegen Störung des Rechtsfriedens durch Androhung von Straftaten“, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Tagesspiegels. Demnach kursiert in der tschetschenischen Community ein Drohvideo, das einen Mann mit Sturmhaube zeigt, der mit einer Pistole in die Kamera zielt. Er bedroht all jene, die den archaischen Moralvorstellungen der Extremisten nicht entsprechen. 80 Gleichgesinnte seien sie und hätten auf den Koran geschworen.

Seit Jahren Probleme mit tschetschenische Kriminellen 

Die Schlägertruppe soll aus etwa 100 Männern bestehen, die bewaffnet und kriegserfahren sind. „Es ist uns bekannt, dass auch in bestimmten Whatsapp-Gruppen entsprechende Nachrichten verbreitet werden“, so der Polizeisprecher. Weitere Angaben wollte er wegen der laufenden Ermittlungen nicht machen. Diese führt der für die Verfolgung von Extremismus zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt.

Schon seit Jahren halten Banden von aus Tschetschenien stammenden Islamisten und Kriminellen die Polizei in Atem. In der inzwischen geschlossenen Fussilet-Moschee, in der der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri ein und aus ging, verkehrten Extremisten aus Tschetschenien. In der Weddinger Dagestanmoschee soll es sich ebenso verhalten.
Tschetschenische Verbrecher stehen auch im Verdacht, einen rivalisierenden Drogenhändler im vergangenen Jahr mit einer Autobombe in die Luft gejagt zu haben.

Im Mai wurde aus einem vorbei fahrenden Auto in der Groninger Straße in Wedding auf ein Lokal geschossen. Die gefassten Täter gehören zum Rockerclub „Guerilla Nation Vaynakh“. Er vereint laut Ermittlern Kriminelle aus Tschetschenien. „Es ist zudem bekannt, dass tschetschenische Extremisten und Kriminelle oft gemeinsame Sache machen“, sagt ein Ermittler aus dem Landeskriminalamt. „Das macht sie besonders gefährlich.“ 

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema