Nachdem in einem Freibad in Gelnhausen mehrere Mädchen von vier syrischen Männern sexuell belästigt worden sein sollen, hat die Verwaltung der hessischen Kleinstadt weitreichende Konsequenzen gezogen. Wie Oberbürgermeister Christian Litzinger (CDU) mitteilte, wurde der Leiter des Barbarossabades bis zum Abschluss der Ermittlungen von seinen Aufgaben entbunden.
Grund für die Freistellung ist offenbar ein mögliches Fehlverhalten im Umgang mit der ernsten Situation. So soll der Bademeister die betroffenen Mädchen, nachdem die Vorwürfe bekannt geworden waren, erneut ins Schwimmbecken geschickt haben. Der Badeleiter sagte gegenüber der hessenschau: „Deswegen haben wir sie erst noch einmal mit dem Hinweis, macht euch bemerkbar, lautstark bemerkbar, wenn wieder etwas ist, ins Wasser zurückgeschickt.“
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Badeleitung nicht freigestellt
Diese Aussagen könnten dem Leiter des Barbarossabades nun zum Verhängnis werden. Ein Sprecher der Stadt teilte mit: „Die Badleitung wurde für die Zeit der Aufklärung aus Fürsorgegründen in andere Hände gelegt.“
Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Freibadchef seinen Posten verliert. Von einer Absetzung oder gar einer fristlosen Kündigung könne keine Rede sein: „Die Badleitung wurde nicht freigestellt“, betonte die Stadt.
Der Vorfall hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Vier syrische Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren sollen acht Mädchen im Alter zwischen elf und 16 Jahren im genannten Freibad sexuell belästigt haben. Die Verdächtigen wurden zunächst von der Polizei in Gewahrsam genommen, befinden sich inzwischen jedoch wieder auf freiem Fuß.
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