Umweltstadtrat Thomas Gaudszun (SPD) hat die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) aufgefordert, ihren Plan zur Schließung des Recyclinghofes in der Burgfrauenstraße aufzugeben. "Der Recyclinghof wird von den Bürgern aus Frohnau und Hermsdorf hervorragend angenommen und motiviert auf diese Weise zu umweltgerechtem Verhalten", sagt Gaudszun. Eine Schließung dieses Hofes hält er deshalb für ein "denkbar schlechtes Signal aus umweltpolitischer Sicht".Schließung im SeptemberDie BSR hatte die Schließung des Recyclinghofes im Ortsteil Hermsdorf für Ende September dieses Jahres angekündigt. BSR-Sprecherin Sabine Thümler begründet die Schließung mit den räumlichen Verhältnissen des Standorts: "Er ist zu eng. Wir können uns dort nicht mehr erweitern." Das würde aber dem neuen Konzept der BSR für die Recyclinghöfe im Wege stehen. Bis zum Ende des kommenden Jahres will die BSR nämlich die Höfe neu strukturieren. Dann sollen überall einheitliche Öffnungszeiten gelten und auch an allen Höfen alle 18 möglichen Wertstoffarten abgegeben werden können. Zurzeit bieten nicht alle Höfe das volle Programm. Im Rahmen der Umstrukturierung werden in Berlin von den derzeit noch 29 existierenden Recyclinghöfen neun geschlossen. Davon sind neben dem in Reinickendorf drei von vier Höfen in Schöneberg betroffen. Sicher ist, dass auch in Neukölln nicht alle vier Höfe erhalten bleiben werden.Nach einer Schließung des Hermsdorfer Hofes stünden den Reinickendorfern nur noch die Standorte in der Straße Am Dachsbau in Heiligensee sowie in der Lengeder Straße im Südosten des Bezirks für die Abgabe von recyclingfähigem Hausmüll zur Verfügung.1998 hatte die BSR mit der Überprüfung ihres Recyclinghofsystems begonnen. Seitdem wurden zwölf Anlagen von ursprünglich 39 geschlossen, Standorte in Marzahn und Zehlendorf aber neu eröffnet.
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