Geschichte

Standortentscheidung für Zukunftszentrum naht

Welche der fünf ostdeutschen Bewerberstädte bekommt den Zuschlag für das größte Bauprojekt des Bundes im laufenden Jahrzehnt? Das Rennen ist noch offen. Die ...

dpa
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ARCHIV - Blick vom polnischen Slubice auf den Grenzübergang Stadtbrücke über den deutsch-polnischen Grenzfluss Oder mit Frankfurt (Oder) in Brandenburg.

ARCHIV - Blick vom polnischen Slubice auf den Grenzübergang Stadtbrücke über den deutsch-polnischen Grenzfluss Oder mit Frankfurt (Oder) in Brandenburg.

© Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Die neue Institution soll die ostdeutschen Erfahrungen mit der Vereinigung würdigen und Lehren daraus nutzbar machen. Gesellschaftliche Umbrüche sollen aus künstlerischer und wissenschaftlicher Sicht beleuchtet werden. Als letzte Station reist die Jury nach Leipzig in Sachsen. Eine Entscheidung, welche der fünf ostdeutschen Bewerberstädte im Wettbewerb um den Standort des Zentrums die Nase vorn hat, soll in den kommenden Wochen fallen.

Im Wettbewerb um das geplante Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation sind Eisenach, Frankfurt an der Oder, Halle, Jena und die gemeinsame Bewerbung von Leipzig und Plauen. Der Jury gehören unter anderem die frühere Stasi-Beauftragte Marianne Birthler, der ehemalige Bundesminister Thomas de Maizière, Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Matthias Platzeck und die frühere FDP-Vize Cornelia Pieper an.

Die Oderstadt präsentierte der Jury bei dem Vor-Ort-Termin als eine der wichtigsten von 13 geforderten Standortkriterien die für das Zukunftszentrum vorgesehene Bebauungsfläche. Nach Vorstellungen der Stadtverwaltung soll das Gebäude in der Slubicer Straße auf linker und rechter Seite vor der deutsch-polnischen Stadtbrücke entstehen. Der Baugrund umfasst zwei Areale von rund 18.000 Quadratmeter. Auch Ideen für die künftige bauliche Gestaltung wurden vorgestellt.

Die Jury habe viel und intensiv gefragt, umschrieb Stadtoberhaupt René Wilke (Linke). Ihm sei versichert worden, dass die Fragen nicht härter gewesen seien, als bei anderen Bewerbern. Die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Eva Kocher, interpretierte das als echtes Interesse der Jury. „Das ist eigentlich eine gute Situation, weil wir die Chance bekommen haben, auf das, was (...) im Hintergrund ist an Argumenten und Fragen, zu antworten und unsere Position zu erklären“, sagte sie. Die Universität hat die Stadt bei der Bewerbung in verschiedensten Bereichen unterstützt.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat Wilke zufolge vor der Jury deutlich gemacht, dass das Land an der Seite der Oderstadt und der Region stehe und alles dafür tun wolle, dass das Zukunftszentrum nach Frankfurt (Oder) komme. Frankfurt (oder) hat für seine Bewerbung zudem auch Unterstützung von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erhalten.

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