In Berlin sind mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. 22,4 Prozent der Einwohner waren 2015 armutsgefährdet - und damit 2,7 Prozentpunkte mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.
Berlin liegt damit bundesweit auf dem zweiten Platz - hinter Bremen, wo nahezu jeder Vierte (24,8 Prozent) von Armut bedroht war. Bundesweit stieg die Armutsgefährdung um einen Prozentpunkt auf 15,7 Prozent.
Unterschiedliche Entwicklung in Ost-und Westdeutschland
Auffallend ist die unterschiedliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. Während das Armutsrisiko im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 1,5 Prozentpunkte auf 14,7 Prozent stieg, waren in den östlichen Bundesländern 19,7 Prozent von Armut bedroht - 0,7 Prozentpunkte weniger als 2005.
Die stärkste Zunahme bundesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen: um 3,1 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent.
Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. (dpa)
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