E-Auto-Prämie

Steuergeld fließt in Luxusautos: Experten nehmen Merz’ E-Auto-Prämie auseinander

Der Bund will mit der E-Auto-Prämie kleinere Einkommen zur Elektromobilität bewegen. Neue Daten zeigen: Die Förderung verfehlt ihr Ziel. Jetzt reagieren Experten.

5 Min
Mit der neuen E-Auto-Prämie der Merz-Regierung wurden offenbar mehrere Luxusautos finanziert.

Mit der neuen E-Auto-Prämie der Merz-Regierung wurden offenbar mehrere Luxusautos finanziert.

© Wolfgang Maria Weber/imago

Die neue E-Auto-Prämie soll Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen den Umstieg auf Elektromobilität „erleichtern“ und der deutschen Automobilwirtschaft einen „Anschub“ geben. So zumindest lautet das erklärte Ziel der Bundesregierung. Doch ein Blick auf aktuelle Daten zeigt: Die Förderung kommt nicht nur Käufern günstiger Kleinwagen zugute. Auch Luxus-SUV, Oberklasse-Limousinen und Sportwagen werden gefördert.

In der Auflistung des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zu den Bewilligungen bis zum 1. August finden sich mehr als 50 Fahrzeuge der Spitzenklasse, deren Listenpreise teilweise über 100.000 Euro liegen. Autoexperte Frank Schwope kritisiert die Förderung daher scharf: „Die Elektroauto-Prämie ist Verschwendung von Steuergeldern und sorgt für massive Marktverzerrungen“, sagt der Lehrbeauftragte an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Berlin auf Anfrage dieser Zeitung. Hat sich die Merz-Regierung mit der E-Auto-Prämie verzockt?

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