Stewardess bei Interflug und Air Berlin

"Ich hatte den besten Job der Welt"

Vor dem Abschied gibt Carola Fietz Einblick in ihre Gefühlswelt.

BLZ
3 Min
Flugbegleiterin Carola Fietz (Archivbild).

Flugbegleiterin Carola Fietz (Archivbild).

© dpa

Die Flugbegleiterin Carola Fietz gehört zur Crew des letzten Air-Berlin-Fluges von München nach Berlin-Tegel am Freitagabend. Die 49-Jährige begann als Stewardess 1988 bei der DDR-Fluggesellschaft Interflug. Seit 1994 ist sie bei Air Berlin angestellt.

„Wir hatten damals lediglich vier Boeing-737-Maschinen“, sagt Fietz der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Abschied von dem Unternehmen gibt sie einen Einblick in ihre Gefühlswelt:
„Wehmut trifft es ganz gut und die Frage: Das soll es jetzt mit Air Berlin gewesen sein? Die Jahre sind wie im Fluge an mir vorbeigerauscht, wie auf der Überholspur. Ich bin ehrlich: Ich hatte den besten Job der Welt.“

"Meine roten Handschuhe gefallen mir am besten"

„Dass ich all die Jahre mit so vielen tollen, neugierigen, hochmotivierten und leidenschaftlichen Fliegerkollegen arbeiten durfte, ist besonders schön. Wir sind mehr als nur Kollegen, wir sind Freunde.“ 

Der letzte Air Berlin-Flug nach Tegel

Die letzte Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin wird nach der Landung in Tegel von der Feuerwehr auf dem Rollfeld mit Wasserfontänen empfangen.

Die letzte Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin wird nach der Landung in Tegel von der Feuerwehr auf dem Rollfeld mit Wasserfontänen empfangen.

© dpa

Angekommen. Der letzte Air-Berlin-Flug ist in Tegel gelandet.

Angekommen. Der letzte Air-Berlin-Flug ist in Tegel gelandet.

© dpa

Viele Menschen stehen in Tegel bereit, um die letzte Maschine zu empfangen.

Viele Menschen stehen in Tegel bereit, um die letzte Maschine zu empfangen.

© dpa

Die Passagiere der letzten Maschine von München nach Tegel durften sich auf dem Flugzeug verewigen.

Die Passagiere der letzten Maschine von München nach Tegel durften sich auf dem Flugzeug verewigen.

© Getty Images

Die Crew vor dem Start in München.

Die Crew vor dem Start in München.

© AP

In München steht die Maschine für den letzten Flug von Air Berlin nach Berlin-Tegel bereit (27.10.2017).

In München steht die Maschine für den letzten Flug von Air Berlin nach Berlin-Tegel bereit (27.10.2017).

© dpa

Zum Schluss gibt es ganz besondere Herzen.

Zum Schluss gibt es ganz besondere Herzen.

© AP

Abschied am Gate: "München sagt danke".

Abschied am Gate: "München sagt danke".

© dpa

Der letzte Flug mit der Flugnummer AB 6210 ist ausgebucht.

Der letzte Flug mit der Flugnummer AB 6210 ist ausgebucht.

© AFP

Die Maschine wird 22.45 Uhr in Berlin-Tegel erwartet.

Die Maschine wird 22.45 Uhr in Berlin-Tegel erwartet.

© AFP

Wasserfontäne: Die Maschine in München ist auf dem Weg zur Startbahn.Startbahn.

Wasserfontäne: Die Maschine in München ist auf dem Weg zur Startbahn.Startbahn.

© AFP

Die Maschine ist in der Luft.

Die Maschine ist in der Luft.

© dpa

In Tegel versammeln sich immer mehr Menschen.

In Tegel versammeln sich immer mehr Menschen.

© Getty Images

Vor der Landung in Tegel drehte die letzte Air-Berlin-Maschine noch eine Ehrenrunde.

Vor der Landung in Tegel drehte die letzte Air-Berlin-Maschine noch eine Ehrenrunde.

© Screenshot/Flightradar24

Zum letzten Mal werden die Schokoherzen im Air-Berlin-Flieger verteilt.

Zum letzten Mal werden die Schokoherzen im Air-Berlin-Flieger verteilt.

© dpa

Über die Stimmung in den Crews in den vergangenen Tagen sagt Fietz: „Ich glaube, in erster Linie sind die Kollegen maßlos enttäuscht und entsetzt über den Untergang eines so großen und erfolgreichen Unternehmens. ... In den letzten Wochen hat mir der große Zuspruch und die Anteilnahme unserer Gäste gezeigt, dass Air Berlin nach wie vor eine großartige Airline ist und es tut mir leid, dass Air Berlin es nicht geschafft hat, sich auf diesem hochdynamischen Markt zu behaupten.“

Fietz über ein besonderes Andenken: „Meine roten Handschuhe gefallen mir am besten an der Uniform. Ich habe noch ein altes verschlissenes Paar daheim. Das erinnert mich an so viele schöne Situationen. Diese Handschuhe haben Stil und man kam immer sehr schnell mit den Gästen ins Gespräch.“ (dpa) 

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