Storck verklagt Zuckerfirmen

Berliner Süßwarenhersteller will Millionen-Schadenersatz

Nordzucker, Südzucker und Pfeifer & Langen sollen überhöhte Preise verlangt haben.

BLZ
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Der Berliner Süßwarenhersteller Storck ist überzeugt, zu viel für Zucker bezahlt zu haben.

Der Berliner Süßwarenhersteller Storck ist überzeugt, zu viel für Zucker bezahlt zu haben.

© picture alliance / Martin Schutt

Neuer Prozess gegen die Zuckerhersteller Nordzucker, Südzucker und Pfeifer & Langen: Das Landgericht Hannover verhandelt am Dienstag über eine Schadenersatzklage des Süßwarenherstellers Storck mit Sitz in Berlin. Der Kläger geht davon aus, überhöhte Preise für Zuckerlieferungen bezahlt zu haben, teilte das Gericht mit.

Nach einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ verlangt Storck 85 Millionen Euro Schadenersatz. Das Unternehmen wollte sich nicht äußern. Laut Gericht klagt dort auch eine zweite Firma, die den Schaden auf rund 650.000 Euro beziffert. Reihenweise Klagen liegen den Landgerichten Köln und Mannheim vor, auch in Hannover sind mehrere Verfahren anhängig.

Das Bundeskartellamt hatte Südzucker (Mannheim), Nordzucker (Braunschweig) und Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker, Köln) 2014 wegen Gebiets-, Mengen- und Preisabsprachen Bußgelder von insgesamt 280 Millionen Euro auferlegt. Aus Sicht des Kartellamts haben die Unternehmen über mehrere Jahre hinweg bis 2009 Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Die Hersteller bestreiten, dass ihren Kunden ein Schaden entstanden ist. (dpa)

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