Die noch ausstehenden Spiele der Fußball-EM werden damit auf nunmehr neun Leinwänden übertragen. Die zwei neuen Wände werden laut Kausch im hinteren Bereich nahe der Yitzhak-Rabin-Straße aufgestellt. Dort hatte man bei den Übertragungen der deutschen Spiele Lücken festgestellt, obwohl zu jedem Spiel 400.000 Fans kamen – und nach den Siegen die Straße in eine schwarz-rot-goldene Partymeile verwandelten. Sollte das Löw-Team am Donnerstag Italien bezwingen, haben die Veranstalter für das Finale am Sonntag noch die Option, die Fanmeile für mehrere 10.000 Besucher zu erweitern. Eine Entscheidung dazu fällt am Freitag.
Ob Löws Team beim EM-Sieg nach Berlin kommt, ist offen
Trotz der Euphorie um die deutsche Mannschaft und den ersehnten Europameister-Titel sind Veranstalter und Senat etwas „irritiert“. Denn eigentlich war klar: Holt die Nationalelf den Titel, werden die Jungs um Khedira, Özil und Lahm am 2. Juli nach Berlin an das Brandenburger Tor kommen, um dort mit den Fans den Pokal zu feiern.
Um so überraschender kommt jetzt Störfeuer von Teammanager Oliver Bierhoff. Der ließ via Sportbild verbreiten: Sollte die deutsche Mannschaft ins Finale einziehen, könnte die Party danach nicht in Berlin sondern am DFB-Sitz in Frankfurt am Main stattfinden. „Ein Stadion wie die Commerzbank-Arena in Frankfurt wäre ein guter Ort“, so Bierhoff. Kausch hingegen sagt: „Die Frage, wo die deutsche Mannschaft mit den Fans feiert, stellt sich eigentlich gar nicht. Berlin ist die Hauptstadt.“
Zumal mit Bierhoff etwas anderes verabredet war: Der Teammanager wollte sich mit dem Senat in Verbindung setzen, wenn Deutschland das Finale erreicht. Möglicherweise macht sich nun der Regierende Bürgermeister persönlich für den Auftritt der Nationalelf am Brandenburger Tor stark: Laut Senatssprecher Richard Meng entscheidet sich am Mittwoch, ob Wowereit eine Einladung zum Halbfinale aus Warschau annimmt. Und dort bei DFB-Chef Wolfgang Niersbach und bei Bierhoff für Berlin wirbt.
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