Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Postbank zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen seien für den kommenden Donnerstag und Samstag geplant, teilte Verdi am Dienstag mit. In der Folge könnten einige Filialen geschlossen bleiben.
Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für die rund 9000 Beschäftigten der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Die Ausbildungsvergütung soll nach Ansicht der Gewerkschaft um 200 Euro steigen.
Verdi kritisiert Arbeitgeberangebot
Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck warf der Arbeitgeberseite vor, bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt zu haben. „Die Beschäftigten erwarten ein deutliches Signal der Anerkennung. Stattdessen hat die Arbeitgeberseite bislang ein Angebot vorgelegt, das weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben widerspiegelt“, sagte Duscheck.
Mit den Warnstreiks machten die Beschäftigten deutlich, dass sie bereit seien, für faire Einkommen und verlässliche Perspektiven einzutreten, so der Verhandlungsführer.
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Unsicherheit durch Integration in Deutsche Bank
Neben der Entgeltentwicklung stehen in der Tarifrunde auch Fragen der Umstrukturierung der Privatkundenbank im Mittelpunkt. Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank sowie Filialschließungen und organisatorische Veränderungen sorgten in vielen Bereichen für Unsicherheit unter den Beschäftigten, teilte Verdi mit. Seit Mai 2018 gehört die Postbank vollständig zur Deutschen Bank.
Die nächste Verhandlungsrunde ist nach Gewerkschaftsangaben für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt.
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