Im Sudan herrscht eine Notlage, über die in Europa nur wenige Bescheid wissen. Seit April 2023 bekämpfen sich in dem nordostafrikanischen Land die sudanesische Armee Sudanese Armed Forces (SAF) und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF).
Dabei nehmen laut einer unabhängigen Untersuchungskommission der UN paramilitärische Gruppen gezielt die weibliche Bevölkerung ins Visier. Sie vergewaltigen, entführen und versklaven demnach Frauen und Mädchen. Der Vorsitzende der Kommission, Mohamed Chande Othman, bestätigte kürzlich, es gebe keinen sicheren Ort mehr im Sudan. Dies gelte besonders für Frauen.
UPDATE
Sudan
Massensuizid aus Angst vor Vergewaltigung? Die erschütternde Lage der Frauen im Sudan
Medienberichten zufolge nahmen sich diese Woche 130 Frauen im Sudan das Leben – aus Angst vor sexualisierter Gewalt während des andauernden Konflikts im Land.
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Eine Frau aus dem Sudan. Die UN spricht von sexualisierter Gewalt in „erschütterndem Ausmaß“.
© Adrien Vautier/AFP