Artenvielfalt

Südbrandenburg: Warum ein seltener Spinnenfund nur teilweise Grund zur Freude ist

Seit Jahrzehnten grassiert das Artensterben. Doch nun wurde in einem Moor eine Spinnenart wiederentdeckt, die dort seit 50 Jahren als ausgestorben galt.

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Sehr selten: Das Feder-Zwergstachelbein ist bundesweit stark gefährdet.

Sehr selten: Das Feder-Zwergstachelbein ist bundesweit stark gefährdet.

© Radek Šich/www.sichr.net

Sie ist winzig und sehr leicht zu übersehen: Das Feder-Zwergstachelbein ist gerade mal zwei Millimeter lang. Doch nun haben Experten diese Spinne in der Nähe des südbrandenburgischen Ortes Wanninchen gesichtet. Das gilt durchaus als kleine Sensation. „Denn die Spinnenart galt in Brandenburg als ausgestorben, deutschlandweit ist sie stark gefährdet“, teilte die Heinz-Sielmann-Stiftung mit, die das dortige Naturschutzgebiet betreut.

Der Winzling wurde zum letzten Mal in Brandenburg vor 50 Jahren gesichtet. Nun wurde Maso gallicus, wie sie wissenschaftlich heißt, fast exakt an der gleichen Stelle gesichtet. „Der Fund dieser Art macht wirklich Hoffnung“, sagt Jörg Müller von der Sielmann-Stiftung. Denn das Feder-Zwergstachelbein hat besondere Ansprüche an seinen Lebensraum. Und die Moorlandschaft bei Wanninchen ist ein passendes Biotop. „Diese Moore sind ein echtes ökologisches Highlight.“

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