Als Kandidatin im TV-Knast „Big Brother“ wurde sie bekannt. Am echten Kittchen könnte sie knapp vorbeischrammen: Im Prozess um einen Horror-Autounfall rückte die Anklage vom Vorwurf des versuchten Mordes ab. Bewährung steht jetzt im Raum.
Eine Suff-Fahrt, bei der die hübsche Blondine am 26. Juli 2013 einen Lkw-Fahrer (50) in Treptow vor seinem Brummi erfasst und schwer verletzt haben soll. Es waren Passanten, die Hilfe für ihn holten. Die Verursacherin in einem dunkelblauen C-Klasse-Mercedes soll sich einfach aus dem Staub gemacht haben. Der Unfall-Wagen verschwand kurz danach Richtung Polen.
Nach Weißwein und Sekt fühlte sie sich laut Anklage noch fahrtauglich, steuerte eine Wilmersdorfer Bar an. Es soll etliche Drinks gegeben haben. Dann düste sie im Wagen davon – mit Filmriss. Die Angeklagte: „Ich weiß nur noch, dass ich morgens zu Hause in meinem Bett aufgewacht bin, Unterwäsche trug und noch Make-up im Gesicht hatte.“
Der Staatsanwalt fuhr zunächst schwere Geschütze auf: Anklage wegen versuchten Mordes durch Unterlassen. Nach viermonatigem Prozess die Überraschung: Wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung, Unterschlagung des geleasten Wagens forderte der Ankläger zwei Jahre Haft auf Bewährung. Dazu 300 Stunden soziale Arbeit, Führerschein-Sperre für 18 Monate. Urteil: 29. Juni. KE.
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