Ivy ist 17 und viel zu cool, um sich mit fremden Jugendlichen in einem Sommercamp zu vergnügen. Die Eltern wünschen ihr den Spaß mit Gleichaltrigen von Herzen, wünschen ihr ein normales Leben, ein Umfeld, in dem sie nicht angestarrt wird als „die mit dem Krebs“. Doch Ivy, die gerade durch ist mit der Chemotherapie, will von der Krankheit nichts mehr wissen. Sie erwartet kranke, schwache Gestalten. Sie findet Freundschaften von einer Innigkeit, wie sie nur in der Jugend möglich sind.
Der Film „Sunny Dancer“, der zur Berlinale im Wettbewerb von Generation seine hiesige Premiere hatte, kommt nun glücklicherweise regulär ins Kino. So, wie hier eine Gemeinschaft von Teenagern in einem Schutzraum der Freiheit gezeigt wird, entstehen Bilder voll strahlender Lebensfreude und unbändigem Humor. Selten wird so echt vom Jungsein erzählt, von Vorbildern, von der Distanz und Liebe zu den Eltern, von Unsicherheit und Mut.
Kino
„Sunny Dancer“: Der fröhlichste, witzigste und traurigste Film dieses Sommers
Wer jung ist, wird diese Tragikomödie aus England um Freundschaft und Freiheit lieben. Wer sich daran erinnert, jung gewesen zu sein, auch. Die Kritik.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Im Sommercamp endlich ausgelassen fröhlich sein: Szene mit Ralph (Earl Cave), Archie (Conrad Khan), Ivy (Bella Ramsey), Ella (Ruby Stokes), Maisie (Jasmine Elcock) und Jake (Daniel Quinn-Toye, v.l.n.r.)
© Capelight/dpa