Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da stellt sich der Bundeskanzler Friedrich Merz hin und spricht von der „Perspektive“, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer binnen drei Jahren zurückkehren sollen – und kaum hat der Satz die Presselandschaft durchquert, ist es plötzlich gar nicht mehr seiner. Sondern der Wunsch von Ahmad al-Scharaa, dem syrischen Übergangspräsidenten. Der wiederum hebt in London die Augenbraue und sagt sinngemäß: Moment mal, das war doch Ihre Idee, Herr Kanzler.
Kommentar
Syrische Ärzte unverzichtbar für Deutschland? Wie diese Debatte den Bürger für blöd verkauft
Zwei Staatsmänner, die sich die 80-Prozent-These zuschieben, eine unsägliche Debatte über syrische Ärzte – und der Steuerzahler soll’s schlucken. Ein Kommentar
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Syriens Übergangspräsident Ahmad al-Scharaa und Bundeskanzler Merz (CDU) in Berlin: Nach dem Treffen gab es nur noch Verwirrung.
© dpa