Literatur

Szczepan Twardoch: „Der Krieg in der Ukraine hat nicht viel mit den Bildern von Remarque zu tun“

Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch spricht über persönliche Kriegserlebnisse in der Ukraine, die seinen Roman „Die Nulllinie“ prägten.

Arkadiusz Łuba
5 Min
Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch während der Internationalen Buchmesse 2025 in Warschau

Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch während der Internationalen Buchmesse 2025 in Warschau

© Arkadiusz Łuba

Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch ist ein Publikumsmagnet. Auf seiner derzeitigen Lesetour füllt er große Säle, etwa das riesige Auditorium im Museum für Moderne Kunst in Warschau oder den Hauptsaal des Literarischen Colloquiums in Berlin. Sowohl am vergangenen Wochenende in der polnischen Hauptstadt als auch am Dienstag im Berliner LCB kamen mehr als 200 Gäste, um sich über den Krieg in der Ukraine zu informieren und zu hören, wie der Autor die Erfahrungen von den Schlachtfeldern in sein neuestes Buch „Die Nulllinie“ einfließen ließ.

Für den Roman hat Twardoch auf Originalgespräche mit ukrainischen Soldaten zurückgegriffen, die der Autor für einen Buchband mit literarischen Essays geführt und zum Teil 2023 in der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza veröffentlicht hatte. „Wenn jeder Krieg [...] einen großen Roman hervorbringt, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass es für die Ukraine nach 2022 ‚Die Nulllinie‘ sein wird“, schrieb die Zeit wohlwollend.

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