Man kann es diplomatisch ausdrücken: Am „Tag des Sieges“ sind sich nicht alle einig darüber, wer gut und wer böse ist. Das kann man am Freitag am Sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Juni in Tiergarten beobachten. Hoch emotional geht es zu am 80. Jahrestag des Sieges der Sowjetarmee über Nazideutschland.
Die Berliner Polizei hat das Mahnmal weiträumig abgeriegelt und die Straße des 17. Juni in beide Richtungen gesperrt. Besucher des Ehrenmals müssen Polizisten den Inhalt ihrer Taschen vorzeigen. Am Zaun, der vor dem Mahnmal aufgestellt wurde, ist die Allgemeinverfügung der Berliner Polizei aufgehängt mit einer Aufzählung, was alles verboten ist: zum Beispiel das Tragen von russischen Fahnen, von Uniformteilen oder auch „Symbole und Kennzeichen, die geeignet sind, den Russland-Ukraine-Krieg zu verherrlichen“. Ausgenommen von den Uniformverboten sind Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen.
Gedenken
„Tag des Sieges“ in Berlin: Tumult und Gedenken am Ehrenmal in Tiergarten
Anlässlich der Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Kriegsendes hatte die Berliner Polizei viele Verbote erlassen. Bei der Durchsetzung mussten die Beamten gelassen bleiben.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Militärvertreter der russischen Botschaft und aus Burkina Faso im freundschaftlichen Gespräch.
© Andreas Kopietz/Berliner Zeitung