Spritpreise

Tankrabatt ab 1. Mai: Spritpreise vor Start kaum in Bewegung

Der ADAC meldet nur minimale Veränderungen an den Zapfsäulen. Ob Autofahrer die Entlastung von 16,7 Cent sofort spüren, bleibt offen.

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Ob Autofahrer die Steuersenkung bereits am Freitag spüren werden, ist offen.

Ob Autofahrer die Steuersenkung bereits am Freitag spüren werden, ist offen.

© Lennart Preiss/dpa

Wenige Stunden vor dem Inkrafttreten des Tankrabatts bewegen sich die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen nur geringfügig. Ob Autofahrer die Steuersenkung bereits am Freitag spüren werden, ist offen. Parallel dazu meldet das Bundeskartellamt zahlreiche Verstöße gegen die seit April geltende Zwölf-Uhr-Regel.

Einen Anstieg von 0,3 Cent hat Superbenzin der Sorte E10 nach Angaben des ADAC am Mittwoch verzeichnet. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter damit 2,106 Euro. Der Preis für Diesel sank dagegen um 0,4 Cent auf 2,196 Euro je Liter, wie der Automobilclub mitteilte.

Damit wachse die Wahrscheinlichkeit wieder leicht, dass am 1. Mai zumindest an einzelnen Tankstellen und zeitweise beide Kraftstoffe für unter zwei Euro je Liter erhältlich sein könnten, hieß es vom ADAC.

Steuerrabatt von 16,7 Cent ab Mitternacht

Ab Mitternacht greift ein Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Wie rasch dieser an den Zapfsäulen ankommt, ist nach Angaben des ADAC unklar. Die Tankstellen seien nicht verpflichtet, die Entlastung sofort weiterzugeben. Hinzu komme, dass der Rabatt nur für Kraftstoff gelte, der nach Mitternacht des 1. Mai die Raffinerien und großen Tanklager verlasse. Manche Beobachter rechneten deshalb damit, dass die Preise erst nach und nach sinken würden.

Preise zogen zuletzt deutlich an

Seit gut einer Woche zeigt der Trend an den Zapfsäulen nach oben. Bei E10 stieg der bundesweite Tagesdurchschnitt am Mittwoch den achten Tag in Folge. Beim Diesel hatte es vor dem jüngsten leichten Rückgang sechs Anstiege in Serie gegeben. Aufsummiert kostete Diesel damit vor einer Woche noch fast sieben Cent weniger als aktuell, E10 lag mehr als vier Cent niedriger.

Jenseits des Rabatts sind die Aussichten laut ADAC eher ungünstig. Der Ölpreis weise aktuell deutlich nach oben. Bei der für Europa maßgeblichen Sorte Brent seien zuletzt die höchsten Stände seit 2022 erreicht worden.

Kartellamt sieht viele Verstöße gegen Zwölf-Uhr-Regel

Das Bundeskartellamt hat nach eigenen Angaben eine hohe Zahl von Verstößen gegen die seit April geltende Regel festgestellt, dass Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen dürfen.

Auch eine Datenanalyse des SWR ergab nach Senderangaben vom Donnerstag „zehntausende“ Verstöße gegen die Zwölf-Uhr-Regel. Rund 3800 deutsche Tankstellen und damit etwa jede vierte hätten seit dem 1. April mindestens einmal gegen die Vorgabe verstoßen.

Eine Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute ZEW und DICE war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zwölf-Uhr-Regel nicht zu sinkenden Preisen, sondern zu höheren Gewinnmargen für die Mineralölkonzerne geführt habe. (mit dpa, AFP)

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