Nach dem Ende des zweimonatigen Tankrabatts sind die Kraftstoffpreise in Deutschland deutlich gestiegen. Das Portal Tankerkönig verzeichnete kurz nach 12 Uhr, also dem ersten Mittagsanstieg seit Ende der Maßnahme, im deutschen Durchschnitt rund 2,18 Euro für Superbenzin, etwa 2,12 Euro für E10 und gut 2,09 Euro für Diesel. Zahlreiche Nutzer sozialer Netzwerke beschwerten sich beispielsweise auf der Plattform X über die drastischen Anstiege, die die Preise an einigen Tankstellen auch 2,20 Euro überschreiten ließen.
Doch bereits am Vortag war Tanken deutlich teuerer geworden: Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter E10 am Dienstag im Tagesdurchschnitt 1,923 Euro und damit 10,6 Cent mehr als am Vortag. Für einen Liter Diesel mussten Autofahrende 1,859 Euro zahlen, ein Anstieg von 12,8 Cent. Die Steuerentlastung war um Mitternacht ausgelaufen. Laut den ADAC-Daten hat Diesel seit dem 14. Mai nicht mehr die Zwei-Euro-Marke im Tagesdurchschnitt überschritten. Der Tankrabatt galt vom 1. Mai bis zum 30. Juni.
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Der ADAC kritisierte das Vorgehen der Branche. Die Rücknahme des Tankrabatts sei „ungerechtfertigt vorweggenommen“ worden, teilte der Automobilclub mit. Das Vorgehen sei fragwürdig, „denn noch befindet sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen“. Die Preise hätten daher nicht bereits am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen.
Ölpreis und Euro-Dollar-Kurs hatten sich zuletzt kaum verändert. Zum Start des Tankrabatts hatte die Branche noch erklärt, die Entlastung könne wegen höher versteuerter Altbestände nicht überall sofort an den Zapfsäulen ankommen. Rechnerisch war ein Aufschlag zu erwarten: Der Tankrabatt hatte Benzin und Diesel seit Anfang Mai um rund 16,7 Cent pro Liter entlastet.
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