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Luftfahrt

Keine Streiks mehr bei Lufthansa: Mehr Geld für Kabinenpersonal

Bei der Lufthansa ist für das Kabinenpersonal eine Tarifeinigung erreicht worden. Flugpassagiere müssen für den Sommer keine größeren Streiks mehr fürchten.

Team News dpa/BLZ
3 Min
Bei der Lufthansa ist für das Kabinenpersonal eine Tarifeinigung erreicht worden. 

Bei der Lufthansa ist für das Kabinenpersonal eine Tarifeinigung erreicht worden. 

© Lando Hass/dpa

Bei der Lufthansa ist für das Kabinenpersonal eine Tarifeinigung erreicht worden. Neben einer Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro soll es über einen Zeitraum von drei Jahren drei Gehaltssteigerungen mit insgesamt 17,4 Prozent geben, wie die Gewerkschaft Ufo berichtete.

Im Reisesommer 2024 sind damit keine umfassenden Streiks im Luftverkehr zu befürchten. Die lange Laufzeit über drei Jahre garantiert in der Kabine einen Tariffrieden bis Ende 2026.

Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Ufo-Mitglieder in einer erneuten Urabstimmung zustimmen. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich 15 Prozent mehr Geld bei der halben Laufzeit von 18 Monaten gefordert. Die Gehälter werden nun zum 1. Mai dieses Jahres um 8 Prozent, zum 1. März 2025 um 5 Prozent und schließlich zum 1. März 2026 um 3,5 Prozent erhöht. Daraus ergibt sich für den Gesamtzeitraum mit dem Zinseffekt eine Steigerung um 17,4 Prozent. Ufo hat sich zudem verpflichtet, nach Auslaufen des Tarifvertrags zum Jahreswechsel 2026/27 drei Monate lang nicht zu Arbeitskämpfen aufzurufen.

Zuletzt hatte Ufo den Flugbetrieb der Lufthansa mit einem Streik am 12. März lahmgelegt. Über Ostern hatte die Kabinengewerkschaft auf einen weiteren Streik verzichtet. Die danach erzielte Eckpunkte-Vereinbarung ist bereits von den Gremien der Gewerkschaft und des Unternehmens genehmigt.

Keine Tarifeinigung für Beschäftigte von Discover und Cityline

Nicht davon erfasst sind die Beschäftigten in den Flugzeugen der Lufthansa-Töchter Cityline und Discover. Ufo berichtete erneut von Fortschritten in den Gesprächen zu den jeweiligen Haustarifverträgen, Lösungen gibt es aber noch nicht. Die Auseinandersetzung beim Ferienflieger Discover hatte auch die Gespräche bei der Lufthansa-Mutter belastet. Bei der vor knapp drei Jahren gegründeten Ferien-Airline wollen Piloten und Flugbegleiter erste Tarifverträge durchsetzen.

Vor Ostern wurde der Tarifkonflikt beim Lufthansa-Bodenpersonal durch eine Schlichtung zwischen Lufthansa und Verdi beigelegt. Das Ergebnis wurde von den Verdi-Mitgliedern mit einer Zustimmung von 94,5 Prozent angenommen. Die Piloten sind bereits seit längerem an einen langfristigen Tarifvertrag gebunden. Auch für die privaten Luftsicherheitskräfte an den Flughäfen wurde am vergangenen Wochenende durch eine Schlichtung ein Kompromiss erzielt. Im Verlauf des Frühjahrs hatten diese drei Berufsgruppen abwechselnd immer wieder große Teile des deutschen Luftverkehrs bestreikt und somit beeinträchtigt.

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