Kriminalität

Tatort Kottbusser Tor: Mit Stahlkette angegriffen, mit Eisenstange verprügelt

Manche Ecken von Berlin sind echte Kriminalitätshotspots, wie sich in dieser Woche wieder bestätigt hat. Unsere Crime-Reporterin zieht Bilanz: der kriminelle Wochenrückblick.

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Am Kottbusser Tor wurde jemand mit einer Eisenstange verprügelt.

Am Kottbusser Tor wurde jemand mit einer Eisenstange verprügelt.

© Sebastian Gollnow/dpa

Die Polizeiwache am Kottbusser Tor in Kreuzberg hat allerhand zu tun, gilt der Ort doch als Drogenkriminalitätshotspot in der Stadt. Direkt vor der Drogenhilfe der Fixpunkt gGmbH greifen die Beamten zwar in der Regel nicht ein, doch rundherum kommt es immer wieder zu Kontrollen. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Von allen U-Bahnhöfen in Berlin werden hier mit Abstand die meisten Delikte mit Drogenbezug begangen – im Jahr 2023 waren es laut einer Antwort der Polizei auf eine Anfrage 328 Vorgänge. In der vergangenen Woche kamen zwei Gewalttaten hinzu, eine davon höchstwahrscheinlich mit Drogenbezug.

Im ersten Fall machten in der Nacht von Montag auf Dienstag Passanten Einsatzkräfte auf einen Streit zwischen mehreren Personen aufmerksam. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei soll ein 41-Jähriger am Kottbusser Tor gegen 2 Uhr eine bislang unbekannt gebliebene Frau geschlagen haben. Ein anderer Mann und eine Frau sollen dazwischengegangen sein, um den Täter von weiteren Angriffen abzuhalten. Daraufhin soll der 41-Jährige erst die Frau mit einem Gürtel gewürgt und dann den hinzugekommenen Mann mit einem Gliederkettenschloss angegriffen haben.

Der Angegriffene soll anschließend das Schloss an sich genommen und damit mehrfach auf den 41-Jährigen eingeschlagen haben. Dieser kam mit erheblichen Kopfverletzungen in ein Krankenhaus und musste dort intensivmedizinisch behandelt werden. Der andere trug eine Platzwunde davon. 

Was hat Kai Wegner zu Beginn seiner Amtszeit versprochen?

Der zweite Vorfall fand am Dienstagnachmittag statt. Passanten riefen die Polizei zu einem Streit zwischen einem 42-Jährigen und zwei weiteren Männern in Kreuzberg. Am Kottbusser Tor soll einer der beiden bislang Unbekannten den 42-Jährigen gegen 16.15 Uhr mit einer Eisenstange auf den Kopf geschlagen haben. Hintergrund war offenbar ein Drogengeschäft vom Vortag. Der 42-Jährige erlitt laut Polizei durch den Schlag erhebliche Kopfverletzungen und musste von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dem Tatverdächtigen wird nun gefahndet.

Auch wenn die Gewalt am Kottbusser Tor wie im zweiten Fall offenbar oft zwischen Drogensüchtigen stattfindet: Als haltbarer Zustand sollten diese Verhältnisse trotzdem nicht gelten. Berlin wird sicherer. Das hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner vor einem Jahr versprochen.

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