Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg befragt aktuell Tausende Haushalte, um zu prüfen, ob die bestehenden Milieuschutzgebiete erhalten bleiben können. Konkret geht es um die Milieuschutzgebiete Schöneberger Norden, Schöneberger Süden, Tempelhof und Grazer Platz. Entsprechende Fragebögen liegen der Berliner Zeitung vor.
Gefragt werden Bewohner nach Einkommen, Miete, Nachbarschaft, Migrationshintergrund oder ob sie ein Auto fahren. Die Behörde will außerdem wissen, ob Parks, Kitas, soziale oder kulturelle Einrichtungen, Kirchen und Moscheen gut zu erreichen sind. Die Befragung soll am 19. Februar abgeschlossen werden. Danach wird untersucht, ob die Voraussetzungen in den Gebieten noch gegeben sind, um ein Milieuschutzgebiet zu bleiben.
Ein Bezirk macht ein Gebiet zum Milieuschutzgebiet, um zu verhindern, dass die Zusammensetzung der Gebietsbevölkerung wegen Modernisierung völlig verändert wird. Laut Berliner Mieterverein soll so verhindert werden, dass insbesondere die wenig durchsetzungsfähigen Bevölkerungsgruppen aus dem Gebiet verdrängt werden, weil dies zu städtebaulichen Problemen sowohl im Gebiet als auch in anderen Gebieten führen kann.
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