Trotz Absatzschwäche

Tesla stellt Elon Musk bis zu einer Billion Dollar in Aussicht

Tesla-Chef Elon Musk könnte ein Vergütungspaket in Rekordhöhe erhalten. Dafür müssen jedoch einige Bedingungen erfüllt werden.

Anika Schlünz AFP/Anika Schlünz
3 Min
Tesla stellt Elon Musk eine Rekordvergütung in Aussicht.

Tesla stellt Elon Musk eine Rekordvergütung in Aussicht.

© Allison Robbert/AFP Pool via AP

Tesla-Chef Elon Musk könnte nach einem Vorschlag des Verwaltungsrats des Unternehmens eine Rekordvergütung von bis zu einer Billion Dollar (rund 850 Milliarden Euro) erhalten, wenn Tesla in den nächsten zehn Jahren eine Reihe von ehrgeizigen Zielen erreicht. Sollten die Aktionäre dem am Freitag vorgestellten Plan zustimmen, würde es sich einem Reuters-Bericht zufolge um das größte Unternehmenspaket der Geschichte handeln.

Tesla bietet Musk bis zu zwölf Prozent der Unternehmensaktien, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Zu den Zielen, die dafür erreicht werden sollen, zählen unter anderem eine Auslieferung von 20 Millionen Fahrzeugen sowie der Einsatz von einer Million Robotaxis und der Verkauf von einer Million KI-gestützter Bots.

Tesla verzeichnete zuletzt Gewinnrückgang

Damit der Tech-Milliardär die gesamte Prämie in Anspruch nehmen kann, muss Tesla eine Marktkapitalisierung von „mindestens 8,5 Billionen Dollar bis 2035“ erreichen. Wird die Prämie vollständig erreicht, würde sie demnach Musks Stimmrecht von seinem Anteil von etwa 13 Prozent erheblich erhöhen. Derzeit liegt der Börsenwert des Unternehmens bei gut einer Billion Dollar.

Das Tesla-Management sprach laut SEC in einem Brief an die Aktionäre von einem „super ehrgeizigen Anreizpaket für einen wegweisenden, ehrgeizigen und einzigartigen CEO“. Weiter hieß es, dass „traditionelle Vergütungspakete, die Führungskräften in anderen Unternehmen gewährt werden, als nicht geeignet erachtet wurden, um die Anreizvergütung von Herrn Musk zu gestalten“.

Zuletzt hatte Tesla Anleger mit schwachen Geschäftszahlen enttäuscht. Der Elektroautohersteller verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um 16 Prozent. Grund für den erneuten Einbruch war ein sinkender Absatz wegen des verschärften Wettbewerbs in der Branche.

Analysten führen die Verkaufsprobleme zudem auf das umstrittene politische Engagement von Musk zurück. Er hatte US-Präsident Donald Trump bis Ende Mai beraten. Zudem warb er vor der Bundestagswahl im Februar massiv für die AfD. Musk selbst beschreibt Teslas Wachstumspotenzial dagegen als nahezu grenzenlos. Im Juli hatte er gesagt, wenn das Unternehmen seine Vision für autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz verwirkliche, könne es „mit Abstand das wertvollste Unternehmen der Welt“ werden.

Erst Anfang August hatte Tesla Musk ein „vorläufiges“ Aktienpaket im Wert von 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro) gewährt. Gegen eine zunächst geplante noch größere Vergütung von fast 56 Milliarden Dollar für Musk hatten Aktionäre geklagt.

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