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Erste Schritte: Tesla sucht offenbar Nachfolger für Elon Musk - Bericht

Wie sieht die Zukunft des Tech-Milliardärs aus? Nach Informationen des Wall Street Journals sucht der Vorstand des E-Auto-Herstellers einen neuen Firmenchef.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/dpa/AFP
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Tesla-Chef Elon Musk während einer Kabinettsitzung unter US-Präsident Donald Trump

Tesla-Chef Elon Musk während einer Kabinettsitzung unter US-Präsident Donald Trump

© Jim Watson/AFP

Der Verwaltungsrat von Tesla hat laut einem Zeitungsbericht vor rund einem Monat erste Schritte für die Suche nach einem Nachfolger für Firmenchef Elon Musk eingeleitet. Das Aufsichtsgremium habe mehrere auf Manager-Suche spezialisierte Firmen angesprochen, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Tesla reagierte nicht auf eine Anfrage zu dem Bericht. Auch Musk selbst, der nach Auflösung der Presseabteilung oft als Tesla-Sprecher auftritt, äußerte sich zunächst nicht dazu.

Musk steht seit rund zwei Jahrzehnten an der Spitze von Tesla und gilt als treibende Kraft hinter dem Aufstieg der Firma. „Tesla ist Musk und Musk ist Tesla“, schrieb etwa jüngst Branchenanalyst Dan Ives von der Finanzfirma Wedbush.

Das Wall Street Journal schränkte zugleich ein, dass der aktuelle Stand der Überlegungen im Verwaltungsrat der Zeitung nicht bekannt sei. Vor einem Monat stand Musk zunehmend in der Kritik von Investoren, weil er viel Zeit in Washington als Kostensenker von US-Präsident Donald Trump verbrachte. Vergangene Woche hatte er aber angekündigt, sich weitgehend aus der Rolle in der Hauptstadt zurückzuziehen und sich wieder deutlich mehr um die Belange von Tesla zu kümmern.

Elon Musk: Nachfrage bei Tesla-Autos sinkt

Damit könnte ein Spannungspunkt ausgeräumt sein. Allerdings hatten Musks Auftreten in Washington und seine politischen Ansichten auch dazu geführt, dass sich einige potenzielle Käufer von Tesla abwendeten. Analyst Ives etwa schätzt, dass dadurch die Nachfrage bei Tesla-Fahrzeugen dauerhaft um 15 bis 20 Prozent gesunken sein könnte.

Der Bericht könnte auch einen wenige Stunden zuvor veröffentlichten kryptischen Beitrag von Tesla bei Musks Online-Plattform X erklären, der Beobachter zunächst ratlos hinterließ. Auf dem Firmen-Account hieß es ohne Kontext: „Tesla wurde schon viele Male totgesagt.“ Aber dem Unternehmen werde es dank der Besitzer, Beschäftigten und Unterstützer gut gehen, schrieb Tesla weiter.

Der „Schattenpräsident“ geht: Trump-Berater Musk vor Rückzug

Am Mittwoch nahm Musk an einer Kabinettssitzung teil, die seine letzte unter Trump für die absehbare Zukunft gewesen sein könnte. Der Milliardär trug zwei Baseballkappen übereinander: Auf der ersten war der Name seiner Effizienzbehörde Doge zu sehen, darüber setzte er eine rot-weiße „Golf von Amerika“-Mütze. „Er ist der Einzige, der das tun kann und damit durchkommt“, scherzte Trump und erntete Lachen. „Nun, Herr Präsident, man sagt ja, ich trage viele Hüte“, erwiderte Musk scherzhaft.

Zuvor hatte der reichste Mann der Welt bestätigt, was Medien bereits Anfang April berichtet hatten: Die „entscheidende Arbeit“ von Doge sei „weitgehend erledigt“. Ab Mai wolle er sich nur noch „ein oder zwei Tage“ pro Woche mit Trumps Aufträgen befassen. Das Doge-Team habe „große Fortschritte bei der Beseitigung von Verschwendung und Betrug“ in US-Behörden und Ministerien gemacht, behauptete Musk. In der Realität sparte Doge aber nicht mal ein Zehntel der angekündigten Summe ein. Ursprünglich war von zwei Billionen Dollar die Rede, zuletzt nur noch von 150 Milliarden.

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