In der Tesla-Gigafactory in Grünheide ist offenbar eine große Menge Kaffeetassen verschwunden. Wie aus einer Tonaufnahme aus einer Betriebsversammlung von Tesla hervorgeht, über die das Handelsblatt berichtet, sollen tausende Tassen fehlen.
Eigentlich ging es bei der Versammlung hauptsächlich um den neuen Betriebsrat von Tesla. Die Mitarbeiter hatten im März einen neuen Betriebsrat gewählt, die IG Metall gewann die meisten Sitze, aber nicht die Mehrheit. Betriebsratschefin Michaela Schmitz blieb im Amt. Sie bat die neuen Mitglieder in der Versammlung, sich zur gemeinsamen Arbeit mit ihr zu bekennen. Auch ging es in der Versammlung um Elon Musks Pläne, ein Zehntel aller Stellen bei Tesla zu streichen.
Werkschef André Thierig wechselte allerdings das Thema, als er in der Versammlung mit einem Redebeitrag an der Reihe war. „Eure Erwartung ist, dass jeden Tag einfach der Schrank voll steht mit sauberen, neuen Kaffeetassen“, sagte Thierig laut Aufnahme. „Und da will ich euch jetzt einfach mal ’ne Zahl nennen. Wir haben seit Beginn der Produktion hier 65.000 Kaffeetassen gekauft. Rein statistisch hat jeder von euch schon fünf Ikea-Kaffeetassen zu Hause.“
Tesla-Werk in Grünheide eröffnet eigenen Techno-Club
Er sei es leid, immer wieder Bestellungen für neue Tassen zu genehmigen, so Thierig weiter. Daher gebe es auch kein Besteck mehr in den Pausenräumen.
Das Tesla-Werk in Grünheide sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt, weil unter der Gigafactory ein eigener Techno-Club namens „Hamster“ eröffnet wurde. Dieser ist allerdings nur für die Mitarbeiter zugänglich.
In dieser Woche wurde mit den ersten Baumaßnahmen für die geplante Erweiterung des Werks begonnen. In der vergangenen Woche hatte das Landesamt für Umwelt (LfU) Tesla eine Genehmigung für den vorzeitigen Beginn der Baumaßnahmen erteilt. Diese Genehmigung umfasst allerdings nicht die Errichtung einer neuen Produktionshalle, sondern lediglich vorbereitende Maßnahmen. Dazu zählen etwa eine Logistikfläche für Neuwagen, neue Treppenhäuser sowie Gebäude für künftige Büro-, Pausen und Sanitär-Bereiche. Die Entscheidung zum Ausbau des Tesla-Werks wurde von zahlreichen Protesten begleitet.
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