Es ist anders als bei anderen Wettkämpfen oder bei anderen Casting-Shows. Bei The Voice of Germany ist die Vorrunde eigentlich der schönste Part. Daher ist es schade, dass diese mit der Sendung am Freitagabend für die dritte Staffel zu Ende gegangen ist. Denn die Sendung lebt von den Blind Auditions. Von dem Charme, wenn nur die Stimme und kein Aussehen oder Alter zählt.
Wenn die Jury mit Samu Haber (Sänger von Sunrise Avenue), The BossHoss, Nena und Max Herre allein auf Grund des Gesangs entscheiden müssen, ob sie den Kandidaten in ihrem Team haben möchten. „Es ist das geilste der Sendung“ sagt auch Jury-Mitglied Alec Völkel von The BossHoss. Um den Zuschauern mal ein ähnliches Gefühl zu vermitteln, wurde in der aktuellen dritten Staffel auch zum ersten Mal die Blind Blind Audition eingeführt. In der konnten weder die Zuschauer in der Sendung noch vor den Fernsehern die Sänger sehen: Sie blieben während ihres Auftritts hinter einem Vorhang verborgen.
Wort-Duelle zwischen Samu Haber und the BossHoss
Ein weiter Pluspunkt für die „Voice of Germany“-Blind Auditions sind die Duelle zwischen den Coaches. Es ist spannend und witzig zugleich, wie die Jury-Mitglieder um die Kandidaten buhlen und sich gegenseitig ärgern. Wie Samu Haber eine internationale Karriere in Aussicht stellt, über sich als der Finne in der dritten Person spricht oder bittet „komm zu Papa“. Vor allem Samu Haber und The Boss Hoss sind durch ihre Art und Weise eine Bereicherung der Sendung. Max Herre und Nena sind da deutlich stiller und zurückhaltender.
Neben den Blind Blind Audition wird es in der dritten Staffel noch mehr Erneuerungen geben. Während vorher in den Duellen immer die Teilnehmer innerhalb des Teams eines Coaches gegenseitig antreten mussten, wird es diesmal auch Battles zwischen den Teams geben. Das könnte der Sendung noch mal ein bisschen mehr Unterhaltungswert geben. Die Zuschauer geben dem Sendekonzept bisher Recht: Im Schnitt vier Millionen sahen die ersten sechs Folgen der dritten Staffel. Bei der beliebten Zielgruppe zwischen 13 und 39 Jahren lag der Marktanteil oft bei knapp 25 Prozent.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de