Tierpark Berlin: Das Eisbärmädchen hat einen Namen!

Sie heißt Hertha! Vier Monate nach ihrer Geburt hat das kleine Eisbär-Mädchen aus dem Tierpark endlich einen Namen. Und mit dem Berliner Fußballclub Hertha BSC auch einen Paten. Der Verein bestimmte mit, wie das Jungtier heißen ...

BLZ
3 Min

Berlin - Sie heißt Hertha! Vier Monate nach ihrer Geburt hat das kleine Eisbär-Mädchen aus dem Tierpark endlich einen Namen. Und mit dem Berliner Fußballclub Hertha BSC auch einen Paten. Der Verein bestimmte mit, wie das Jungtier heißen soll.

Kurz nach10 Uhr, als Eisbärin Tonja zusammen mit ihrer Tochter auf der Außenanlage erschien, lüftete Tierpark-Direktor Andreas Knieriem das Geheimnis um den Namen und dessen Namensgeber.

"Mit Hertha BSC haben wir einen starken Partner an der Seite, der in Berlin bekannt ist, die Massen anzieht, so wie jetzt unser Eisbärchen", sagte der Tierpark-Direktor. Und fügt scherzend hinzu: "Außerdem hat der Verein viele Bälle, die bei unseren Eisbären sehr begehrt sind. Einen besseren Partner kann es daher nicht geben."

Bei der Eisbären-Taufe erschien Hertha-BSC-Geschäftsführer Ingo Schiller als Paten-Vertreter. "Wir freuen uns, die kleine Eisbärin in unserer Hertha-Familie begrüßen zu können", sagte er. "Bären passen einfach zu unserer Stadt, ob als Maskottchen Herthinho oder als Eisbär im Tierpark." Der Verein plant nun Aktionen mit dem Tierpark. Als erstes ließ Hertha BSC schon am Dienstag 320 Plakate in der ganzen Stadt aushängen, die nun Werbung mit Eisbär Hertha für den Tierpark machen.

Der Charlottenburger Fußballverein wagt sich nun mit der Patenschaft für den Tierpark-Eisbären mitten in das Revier des 1. FC Union. Doch den "Eisernen" stört das scheinbar gar nicht. „Wir finden die kleine Hertha ganz putzig, hoffen, dass sie groß und stark wird“, sagte Vereinssprecher Christian Arbeit.

Mehr als zehn Bewerber, darunter ein Berliner Radiosender, der Bezirk Lichtenberg und ein Fischhändler aus Bremerhaven, hatten sich seit Februar beim Tierpark um die Patenschaft für den Eisbären-Nachwuchs beworben.

Wer Pate des Eisbär-Mädchens wird, gehörte zu den bestgehüteten Geheimnissen Berlins

 

Mit den Bewerbern fanden danach Einzelgespräche statt. Dabei spielte nicht nur die Höhe der Patensumme, wohl mehrere Tausende Euro, eine Rolle. „Uns ist wichtig, dass der Pate auch einen besonderen Bezug zum Tierpark und zu Berlin hat", sagte damals Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss.

Vergangene Woche fiel dann die Entscheidung, wer der Pate wird und wie das Eisbären-Mädchen heißen wird. Die Entscheidung gehörte zu den bestgehüteten Geheimnissen Berlins. Weiter geheim bleibt, wie viel Geld für die Patenschaft gezahlt wurde.

Diese ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Solange dauert die Aufzucht von Eisbären-Jungen in der freien Wildbahn, solange soll der neue Tierpark-Star auch bei seiner Eisbärenmutter Tonja bleiben. Was danach mit ihrer Tochter passiert, ob sie weiter in Berlin bleibt oder in einen anderen Zoo kommt, entscheidet das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). 

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de