Tierschützer fürchten um Münchner Eisbärin im Tierpark

Leidet Lisa?

Claudia Fuchs
2 Min

Zum wiederholten Male hat sich die Tierschutzorganisation Peta mit Kritik an der Tierhaltung in Berlin zu Wort gemeldet. Im Mittelpunkt diesmal Eisbärin Lisa, die im September mit zwei Artgenossen aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn nach Berlin gebracht wurde und seitdem im Tierpark in Friedrichsfelde lebt. Die Eisbärin sei offenbar nicht gesund, so die Tierschützer, es sei zu befürchten, dass sie im Sterben liegt. Schuld daran sei ihr Transport nach Berlin. Dieser sei zu anstrengend gewesen. Nun leide Lisa."Nur weil Zoo und Behörden nicht handeln wollten, ringt Lisa jetzt offensichtlich mit dem Tod", sagte gestern Peta-Mitglied Frank Albrecht. Einer Augenzeugin zufolge harre die Eisbärin zurzeit fast nur noch liegend in der Außenanlage aus und sei zu schwach, um ins Innengehege zurückzukehren.Der Tierpark weist die Vorwürfe zurück. "Wir rechnen nicht mit einem baldigen Tod von Lisa", sagte gestern Kurator Klaus Rudloff. Richtig sei zwar, dass sich die Bärin nicht viel bewege. Das sei jedoch mit ihrem Alter zu begründen, so der Kurator. Lisa sei 31 Jahre alt, viel älter, als Eisbären in freier Wildbahn werden. "In so einem hohen Alter bewegen sich Tiere nun mal nicht so sehr."Die drei Eisbären aus München sind in Berlin, weil ihr Gehege umgebaut wird. Lisa und Yoghi sind im Tierpark untergebracht, Giovanna lebt bei Eisbär Knut im Zoo. Bislang ist geplant, dass alle Tiere nach München zurückkehren. (cls.)

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