Berlin und das landeseigene Immobilienunternehmen BIM trauern um Geschäftsführerin Birgit Möhring. Finanzsenator Stefan Evers äußerte sich am späten Nachmittag in einem Statement zum plötzlichen Tod der Managerin.
„Berlin verliert mit ihr eine herausragende Persönlichkeit, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte mit großer Kompetenz und Leidenschaft in den Dienst unserer Stadt gestellt hat.“
Die BIM hatte sich erst kürzlich vom zweiten Geschäftsführer, Matthias Hardinghaus, getrennt. Das Unternehmen ist hundertprozentige Tochtergesellschaft des Landes Berlin und dessen zentraler Immobiliendienstleister. Damit untersteht es der Senatsverwaltung für Finanzen und Finanzsenator Evers. Er ist Spitzenkandidat der CDU bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September.
Die BIM trauert um ihre verstorbene Geschäftsführerin Birgit Möhring.
© Die Hoffotografen GmbH Berlin
„Evers hat hier eindeutig versagt“
Angesichts der doppelten Leerstelle in der Führungsetage kritisiert ihn Kristin Brinker, die Spitzenkandidatin der AfD, scharf:
„Den Angehörigen von Frau Möhring gilt unser tiefempfundenes Beileid. Die Verantwortung dafür, dass die BIM jetzt faktisch führungslos ist, trägt Stefan Evers als Finanzsenator“, sagte Brinker gegenüber dieser Redaktion. „Wenn eine von zwei Geschäftsführern schwer krank ist, kann man den zweiten nicht ohne Nachfolgeregelung entlassen.“ Dies gelte umso mehr, da die BIM ohnehin umstrukturiert werden sollte. Evers habe hier eindeutig versagt, so Brinker.
BIM-Chefin Möhring überraschend gestorben
„Verlässliche Fortführung der laufenden Geschäfte“
Ein Sprecher der Senatsverwaltung der Finanzen äußerte sich zur Besetzung der Unternehmensführung gegenüber dieser Redaktion: „Die BIM verfügt über vier Prokuristen, die das volle Vertrauen des Aufsichtsrates genießen und eine verlässliche Fortführung der laufenden Geschäfte sicherstellen.“
Außerdem habe der Aufsichtsrat schon Anfang Juli eine Neuaufstellung der Führungsebene initiiert. „Der bereits eingeleitete Prozess wird nun vor dem Hintergrund der veränderten Situation mit der gebotenen Dringlichkeit fortgeführt“, so der Sprecher.
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