Lachnit verwies auf „sechs Wochen harte Proben“. Das sei ein „technisch sehr aufwändiges Stück mit sehr viel Text und wir kriegen sicherlich keine Zweitbesetzung so schnell an den Start“. Er fügte hinzu: „Und ich glaub', das wollen wir auch nicht.“ Zur Premiere hatte sich ursprünglich auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) angesagt.
Nach den Worten des Sprechers wird das Theater unter Leitung von Intendant Dieter Hallervorden entscheiden, wie weiter vorgegangen wird. Bis zum 17. Oktober seien die Vorführungstermine für das Stück gestrichen. Danach müsse es aber weiter gehen, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur dapd. Es werde verdammt schwer werden, einen Ersatz zu finden, unterstrich er und fügte hinzu: „Es gibt keinen zweiten Dirk Bach.“
Der 51 Jahre alte Dirk Bach war am Montagnachmittag leblos in einem Appartementhaus in Berlin-Lichterfelde aufgefunden worden. Freunde und Weggefährten äußerten sich bestürzt über den Tod Bachs.
Vor dem Theater haben Trauernde am Dienstagvormittag Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. In einer Vitrine hängt noch die Ankündigung für das Stück „Der kleine König Dezember“. Auf dem Plakat informiert eine schwarzumrandete Mitteilung über den Tod Bachs.
Mittlerweile befasst sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Todesfall. Im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens werde geprüft, ob eine Obduktion beim Amtsgericht beantragt wird, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Eine Entscheidung dazu erwartete er noch für den Dienstagnachmittag. Eine Obduktion wird gewöhnlich in Fällen angeordnet, in denen es Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt. (dapd)
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