Großbritannien

Rechtsextremist Tommy Robinson wieder auf freiem Fuß – und bedankt sich bei Elon Musk

Der britische Rechtsextremist Tommy Robinson ist nach 18 Monaten Haft wieder frei. Er dankt Elon Musk, ohne dessen Plattform X ihm „niemand geglaubt“ hätte.

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Tommy Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt.

Tommy Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt.

© Jordan Pettitt/dpa

Der britische Anti-Einwanderungsaktivist Tommy Robinson ist nach 18 Monaten Haft entlassen worden. Ein Gericht hatte zuvor entschieden, seine Strafe um zwei Monate zu verkürzen. Zwar zeige der 42-Jährige keine Reue, doch habe er seit seiner Verurteilung eine „Veränderung in der Einstellung“ erkennen lassen, erklärte der Richter.

Nach seiner Freilassung bedankte sich Robinson in einem Interview bei X-Chef Elon Musk. Ohne dessen Internetplattform, so Robinson, hätte man ihm nicht geglaubt. Zudem warf er seinen Gegnern vor, ihn mundtot machen und „canceln“ zu wollen.

Im April hatten Robinsons Anwälte eine Minderung der Haftstrafe aufgrund der psychischen Probleme ihres Mandanten gefordert. Im vergangenen Oktober war er wegen Missachtung einer Gerichtsentscheidung zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte die Lüge verbreitet, dass ein syrischer Junge, der auf einem Spielplatz angegriffen worden war, selbst ein Gewalttäter sei. Der Junge hatte daraufhin Morddrohungen erhalten.

Ein Gericht hatte Robinson deswegen im Jahr 2021 zu einer Geldstrafe verurteilt und ihn verpflichtet, diese Aussagen nicht mehr zu wiederholen. Der 42-Jährige verbreitete die Falschaussage im vergangenen Jahr jedoch erneut und wurde daraufhin wegen des zehnfachen Bruchs einer gerichtlichen Anordnung zu der Haftstrafe verurteilt.

Elon Musk hatte sich für Tommy Robinson eingesetzt

Der frühere Hooligan Robinson, der mit richtigem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, hat mit feindlichen Äußerungen gegen Muslime und Einwanderung eine große Zahl von Followern auf Onlineplattformen gewonnen. Als Großbritannien im vergangenen Sommer von fremdenfeindlichen Ausschreitungen erschüttert wurde, heizte er die Stimmung mit einer Reihe von Posts weiter an.

Musk hatte sich zuvor öffentlich für Robinsons Freilassung eingesetzt und sein Konto auf X wieder freigeschaltet, nachdem dieser wegen „hasserfüllten Verhaltens“ gesperrt worden war. Im Januar forderte Musk die britischen Behörden auf, Robinson freizulassen. Er argumentierte, er sei inhaftiert worden, weil er „die Wahrheit gesagt“ habe, und kritisierte die britische Regierung scharf. Musk hatte zuvor Robinsons Konto auf X wieder freigeschaltet. (mit AFP)

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