Tote Journalistin

Mögliche Tatwaffe im Fall Kim Wall gefunden

Taucher haben eine Säge nahe des Fundortes der Leichenteile entdeckt.

BLZ
2 Min

Wie die Polizei in Kopenhagen am Donnerstag mitteilte, wird die Säge nun daraufhin untersucht, ob sie für die Zerlegung der Leiche benutzt worden war. Taucher entdeckten das Werkzeug demnach am Mittwoch südlich von Kopenhagen in der Köge-Bucht, wo zuvor auch die Leichenteile entdeckt worden waren.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt U-Boot-Bauer Peter Madsen, die Journalistin Kim Wall getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt U-Boot-Bauer Peter Madsen, die Journalistin Kim Wall getötet zu haben.

© dpa

Wall war zuletzt am 10. August an Bord des U-Bootes des dänischen Tüftlers Peter Madsen gesehen worden. Der 46-Jährige wird beschuldigt, die Journalistin ermordet zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er ihre Leiche anschließend zerstückelte und im Meer versenkte.

Elf Tage nach Walls Verschwinden war ihr Torso gefunden worden. Am 6. Oktober entdeckten Taucher dann Walls Beine, ihren Kopf und ihre Kleidung in beschwerten Plastiksäcken. Seitdem verweigert Madsen jegliche Kooperation mit den Ermittlern, wie Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen am Mittwoch sagte.

Der in Untersuchungshaft sitzende Madsen hatte zunächst beteuert, die Journalistin wohlbehalten an Land gebracht zu haben. Später sprach er von einem Unfall und behauptete, der Schwedin sei die Ladeluke des U-Boots auf den Kopf gefallen. Sie sei sofort tot gewesen. Er habe die Leiche in Panik über Bord geworfen, sie sei aber intakt gewesen. Die 30-jährige Wall hatte den dänischen Tüftler für ein Interview an Bord seines U-Bootes „UC3 Nautilus“ aufgesucht. (afp)

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