Kriminalität

Toter Säugling in Berliner Wohnsiedlung gefunden: Jugendliche Mutter als Verdächtige ermittelt

Ein Anwohner findet am Mittwoch ein totes Baby auf einer Rasenfläche. Das ist bisher zu dem Fall bekannt.

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In einer Wohnsiedlung in Lichterfelde wurde am Mittwoch ein toter Säugling gefunden.

In einer Wohnsiedlung in Lichterfelde wurde am Mittwoch ein toter Säugling gefunden.

© Olaf Wagner/Pressefoto Wagner

Im Falle des am Mittwoch in einer Wohnsiedlung aufgefundenen toten Säuglings hat die Berliner Polizei eine Tatverdächtige ermittelt. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, handelt es sich dabei um eine Jugendliche. Auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass es sich bei der Jugendlichen um die Mutter des Kindes handelt. Das Alter der Jugendlichen werde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht mitgeteilt, hieß es auf Nachfrage.

Ein Zeuge fand den toten Säugling am Mittwoch gegen 9.30 Uhr auf einer Rasenfläche in einer Wohnanlage an der Réaumurstraße und alarmierte die Feuerwehr und die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten vor Ort jedoch nichts mehr für das Kind tun.

Toter Säugling: Polizei geht von Verbrechen aus

Eine Mordkommission nahm vor Ort die Arbeit auf, das Gebiet wurde über mehrere Stunden abgesperrt. Zu den Todesumständen ist bisher noch nichts bekannt. Einer Polizeisprecherin war der Säugling noch sehr jung. „Wir müssen von einem Verbrechen ausgehen“, so eine Polizeisprecherin weiter.

Die Jugendliche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut eines Krankenhauses übergeben. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Wie ein Sprecher dieser Redaktion am Mittwoch bestätigte, wurde im Zuge des Einsatzes auch eine Wohnung von der Polizei auf einen richterlichen Beschluss hin begangen. Dies erfolgte nach einem Hinweis einer Zeugin. Die Wohnung sei jedoch leer und frisch renoviert gegeben. Es habe sich um einen Fehlhinweis gehandelt. Dies geschehe „bei solchen Fällen relativ häufig“, so Polizeisprecher Florian Nath. Nach einem solchen Fund gebe es häufig viele Menschen, die glauben sie haben etwas gesehen.

Im Mai vergangenen Jahres wurde in Neukölln ein totes Baby in einem Park gefunden. Im März 2026 wurde die 25-jährige Mutter des Kindes vom Berliner Landgericht zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt.

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