Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge werden Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate als mögliche Orte für ein Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump angesehen. Russische Beamte hätten in den vergangenen Wochen bereits beide Länder besucht, hieß es.
Der Kreml lehnte einen Kommentar dazu ab. Doch sowohl Trump als auch Putin pflegen freundschaftliche Beziehungen zu den Herrschern Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate.
Reuters beruft sich auf russische Beamte, die aufgrund des heiklen Themas anonym bleiben wollte. Eine der Quellen habe gesagt, es gebe in Russland noch immer einen gewissen Widerstand gegen die Idee. Einige Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter hätten auf die engen militärischen und sicherheitspolitischen Verbindungen zwischen den beiden Ländern und den Vereinigten Staaten verwiesen.
Trump: Gespräche mit Ukraine und Russland geplant
Trump hatte erklärt, er werde den Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beenden und sei bereit, sich mit Putin zu treffen. Putin gratulierte Trump zu seinem Wahlsieg und erklärte, er sei bereit, sich mit ihm zu treffen, um über die Ukraine und Energie zu sprechen. Trump reagierte vor zwei Tagen auffallend ausweichend auf Nachfragen, ob er seit dem Amtsantritt mit dem Kreml-Chef telefoniert habe. „Ich möchte das nicht sagen“, entgegnete Trump auf eine entsprechende Frage von Reportern im Weißen Haus.
Am Sonntag sagte Trump, seine Regierung habe „Treffen und Gespräche mit verschiedenen Parteien geplant, darunter der Ukraine und Russland“. Auf diese Äußerungen angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, Kontakte seien „offenbar geplant“.
Haben Putin und Trump bereits telefoniert?
Medienberichten zufolge sollen Trump und Putin Mitte November miteinander telefoniert haben. Der Washington Post zufolge habe Trump Putin dabei vor einer Eskalation des Ukraine-Kriegs gewarnt. Moskau dementierte das Telefonat. „Es gab kein Gespräch“, sagte Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Der Kremlsprecher bezeichnete die Berichte als „reine Fiktion“ und „falsche Informationen“.
Vor drei Wochen sagte Trump dann, „Präsident Putin will sich treffen“. Er fügte hinzu: „Und wir sind dabei, das zu organisieren“, ohne weitere Angaben zu dem Termin oder dem Format zu machen. Putin hatte Ende Dezember auf seiner Jahrespressekonferenz angedeutet, sich mit Trump treffen zu wollen.
Sowohl der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman als auch der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, haben während des gesamten Ukraine-Kriegs ihre Neutralität bewahrt und sich der Kritik und Sanktionen des Westens gegen Russland enthalten. Beide Staatschefs haben auch regelmäßige Kontakte zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gepflegt.
Mohammed bin Zayed Al Nahyan besuchte Russland während des Krieges mehrmals und sagte bei seinem letzten Besuch im Oktober 2024, er sei bereit, die Bemühungen um Frieden in der Ukraine zu unterstützen. Die Vereinigten Arabischen Emirate vermittelten auch erfolgreich Gefangenenaustausche. Keines der beiden Länder ist Mitglied des Internationalen Strafgerichtshofs, der einen Haftbefehl gegen Putin erließ.
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