Nachdem bereits vier Bäume in Treptow-Köpenick von Unbekannten vergiftet worden sind, hat das Straßen- und Grünflächenamt in Altglienicke erneut gravierende Schäden an einem Kirschbaum festgestellt. Wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick mitteilte, wurden an dem 32-jährigen Baum an am Gerosteig 36 Ecke Pegasuseck fünf Bohrlöcher mit einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter und einer Tiefe von bis zu neun Zentimetern entdeckt. Außerdem wurde ein chemischer Geruch wahrgenommen.
Demnach wurde eine giftige Substanz in den Stamm eingeführt, was den Verdacht nahelegt, dass Unbekannte den etwa 15 Meter hohen Baum zum Absterben bringen wollten. Der Zustand des Baumes wird vom Straßen- und Grünflächenamt beobachtet, es bleibt jedoch ungewiss, ob er die Wunden schließen und überleben kann.
Der Fall wurde zur Anzeige gebracht, und die Polizei Berlin hat Proben der eingeführten Flüssigkeit zur Beweissicherung entnommen. Bislang ist noch nicht klar, wie hoch der Gesamtschaden ausfällt, allerdings wird er auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Mehrere Bäume angebohrt: Zwei uralte Bäume bereits abgestorben
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein. Erst kürzlich wurde eine 108-jährige Linde beschädigt, bei der ebenso eine toxische Substanz in den Baum injiziert wurde. Auf gleiche Weise wurde im Juni 2024 eine Linde beschädigt. Im Jahr 2021 wurde eine etwa 200 Jahre alte Eiche abgetötet sowie im Jahr 2013 eine 100-jährige Linde. Die beiden Bäume mussten gefällt werden.
Die Taten sind bislang ungeklärt. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Informationen zu verdächtigen Aktivitäten oder Beobachtungen hat, wird gebeten, sich an die örtliche Polizeidienststelle oder das Straßen- und Grünflächenamt (per Mail an SGA-Zentral@ba-tk.berlin.de oder telefonisch an 03090297 – 5823) zu wenden.
Quelle: Bezirksamt Treptow-Köpenick
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