Es war eines der ambitioniertesten Energieprojekte Russlands: Das Terminal Arctic LNG 2 sollte jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Flüssigerdgas in die Welt exportieren. Sogar die Bundesregierung hatte eine Beteiligung am russischen LNG-Projekt ernsthaft geprüft. Nach der Invasion Russlands in die Ukraine verhängten die USA 2023 allerdings scharfe Sanktionen gegen Arctic LNG 2 – und brachten das Projekt zum Erliegen.
Seit Monaten versucht der Terminalbetreiber Novatek, die Sanktionen zu umgehen und die Produktion und den Export von Flüssigerdgas trotzdem zu starten. Nun wurden sogar mehrere russische LNG-Tanker gesichtet, die auf dem Weg nach Asien sind, um dort Käufer zu finden. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schiffverfolgungsdaten. Die Schiffe „Iris“ und „Voskhod“, die Ladungen von Arctic LNG 2 transportieren, sind demnach am 15. August über die Nordseeroute nach Nordasien aufgebrochen, nachdem sie wochenlang stillgelegt waren. Zwei weitere beladene Schiffe seien ebenfalls auf dem Weg dorthin.
Wirtschaft
Trotz US-Sanktionen: Schiffe laufen an Russlands Terminal Arctic LNG 2 aus
Mehrere Tanker haben das von den USA sanktionierte russische Terminal Arctic LNG 2 verlassen. Offenbar suchen sie Abnehmer für Flüssigerdgas in Asien.
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Trotz Sanktionen der USA gegen das russische Terminal Arctic LNG 2 sind mehrere Tanker auf der Suche nach Käufern in Asien.
© Yuri Smityuk/imago